Jeddeloh - Alles andere als ein einfaches Startprogramm erwartet die Fußballer des SSV Jeddeloh in der Anfangsphase der neuen Regionalliga-Saison. Zum Auftakt reisen die Ammerländer an diesem Samstag zum selbst ernannten Meisterschaftsanwärter VfB Lübeck. Die Partie im Stadion an der Lohmühle beginnt um 14 Uhr. Auch in den kommenden beiden Partien gegen die zweite Mannschaft von Hannover 96 (Heimspiel, Mittwoch, 31. Juli) und bei der SpVgg Drochtersen/Assel (Sonntag, 4. August) warten schwere Aufgaben auf die Ammerländer.

„Das ist natürlich alles andere als ein einfaches Startprogramm“, weiß auch SSV-Trainer Jouke Faber. Bange ist dem neuen Jeddeloher Coach aber nicht: „Auch wir haben ein gutes Team und wollen nicht ängstlich auftreten und mit Mut nach vorne spielen.“

Den Druck an diesem Samstag sieht er eher bei den Gastgebern. „Lübeck geht sehr offensiv mit seinen Zielen um und hat deutlich von der Meisterschaft gesprochen. Wir haben also nichts zu verlieren und können nur überraschen“, gibt sich Faber vor dem Duell mit dem Vizemeister der abgelaufenen Saison selbstbewusst.

Mut macht dem niederländischen Coach dabei die Leistung beim Pokal-Aus gegen den VfB Oldenburg. „Nach eher schwächeren 20 Minuten zu Beginn haben wir uns gesteigert und waren danach das klar überlegene Team. Daraus können wir durchaus positive Aspekte ziehen, auch wenn wir das Spiel schließlich im Elfmeterschießen verloren haben“, sagt Faber.

Auch seinem jungen Angreifer Tim van de Schepop, der zwar das 1:0 erzielte, danach aber gleich mehrere gute Chancen zur Vorentscheidung ausließ, macht Faber Mut: „Tim hat viel gearbeitet und weiß selbst, dass er noch ein oder zwei Tore mehr hätte schießen müssen. Er soll die positiven Dinge im Kopf behalten und nicht so schnell alles negativ sehen.“

Ob der Jeddeloher Coach seine Startelf im Vergleich zur Pokalpartie großartig umstellen wird, lässt er noch offen. In Lübeck werden Thilo Töpken, Bent Janßen und Patrick Papachristodoulou fehlen. Hinter einem Einsatz von Michel Leon Hahn steht noch ein Fragezeichen. Der Innenverteidiger klagte nach der Partie gegen den VfB über Probleme. Sorgen macht sich Faber aber nicht: „Wir haben so viele Spieler im Kader, die ganz nah dran sind an der ersten Mannschaft. Mögliche Ausfälle können wir auf jeden Fall kompensieren.“

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland