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NWZonline.de Sport Fußball

Nachbarn laufen im Derby heiß

19.11.2018

Jeddeloh /Oldenburg Jeddelohs Kapitän Kevin Samide sorgte in der Nachspielzeit dafür, dass die Emotionen überkochten. Mit einem Sonntagsschuss in den Winkel markierte er vor 2000 Zuschauern in der ausverkauften 53acht-Arena den 2:0 (1:0)-Endstand für seinen SSV Jeddeloh im Regionalliga-Derby gegen den VfB Oldenburg. Die Freude bei den Ammerländern, die lautstark „Derbysieger“-Sprechchöre anstimmten, kannte keine Grenzen mehr.

„Ich hatte zwei Optionen. Entweder ich laufe mit dem Ball zur Eckfahne und muss noch viele Meter machen – oder ich halte drauf. Der Schuss war nicht so anstrengend und die bessere Option“, freute sich Samide nach der hitzigen Partie. Ausschlaggebend für den Erfolg war seiner Meinung nach, dass die Hausherren vor allem kämpferisch mehr angeboten hatten als die Gäste.

Während die Jeddeloher feierten, war Oldenburgs Trainer Marco Elia restlos bedient. Seine Fußballer boten in der ersten Halbzeit zwar eine gute Leistung, der Lohn blieb aber aus. „Ich habe nicht gesehen, dass wir der verdiente Verlierer waren. Jeddeloh war in den Zweikämpfen aber einfach griffiger und wir haben die Chancen nicht genutzt. Es ist ein Tag zum Vergessen“, meinte Elia.

Besonders erzürnt hatte ihn eine Entscheidung des nicht fehlerfreien, aber insgesamt souverän leitenden Schiedsrichters Stefan Zielsdorf. Jeddelohs Außenverteidiger Henning von Aschwege hatte früh die Gelbe Karte gesehen und später Glück, dass ihn Zielsdorf nach einem weiteren Foul nur ermahnte. So hatte SSV-Interimstrainer Ansgar Schnabel bei seinem Debüt noch die Chance, von Aschwege in der 31. Minute auszuwechseln. „Gibt es in der Situation die Gelb-Rote Karte, läuft die Partie wahrscheinlich anders. Dennoch haben wir heute auch keinen guten Fußball gespielt“, gab Elia zu.

Schon vor dieser Szene stand Zielsdorf im Mittelpunkt. In der neunten Minute zog Samide in den Strafraum, Oldenburgs Okan Erdogan ließ das Bein stehen und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Björn Lindemann traf zur SSV-Führung, die Kasra Ghawilu zwei Minuten zuvor mit einem Schuss an den Pfosten noch knapp verpasst hatte. „Einen viel schöneren Start als einen Derbysieg gibt es nicht“, freute sich Schnabel, der seit der Beurlaubung von Key Riebau am Montag Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion ist.

Schnabel musste jedoch mit ansehen, wie sein Team nach der frühen Führung zu passiv agierte und dem VfB das Feld überließ. Einen Freistoß von Süleyman Celikyurt parierte SSV-Torhüter Christian Meyer stark (25.), beim anschließenden Eckball wehrte ein Jeddeloher in höchster Not auf der Linie ab. Auch Maik Lukowicz (33.) und Kifuta (36.) vergaben beste Chancen. „Wir haben uns in jeden Ball geworfen und jeder hat für seinen Mitspieler gekämpft. Deshalb haben wir gewonnen“, analysierte Schnabel.

Nach der Halbzeitpause hatten die Ammerländer die Partie wieder besser im Griff. Der Druck der Gäste nahm ab, eine richtig gute Torchance konnten sich die Oldenburger in Halbzeit zwei nicht mehr erspielen. Auf der anderen Seite machte Jeddeloh bei Kontern nun einen gefährlicheren Eindruck.

Für Aufregung sorgten bis zur Schlussphase meist nur diverse Geplänkel zwischen den Spielern. Schiedsrichter Zielsdorf zog seine großzügige Linie konsequent durch und kam trotz mehrerer Rudelbildungen ohne härtere Strafen aus. Für den einzigen Platzverweis der Partie gab es sportliche Gründe. Ahmet Saglam foulte den eingewechselten Mario Fredehorst bei einem Konter an der Strafraumgrenze und sah als letzter Mann die Rote Karte (83.).

Somit war es in der dritten Minute der Nachspielzeit Samide, der mit seinem Schuss in den Winkel aus 30 Metern das 2:0 erzielte. „Ein Derby mit so einem Tor zu beenden, ist eine tolle Sache. Das war der perfekte Abschluss“, freute sich Schnabel.
SSV: Meyer - von Aschwege (31. Oltmer), Schaffer, Hahn, Istefo, Ziga (88. Stütz), Lindemann, Tönnies, Samide, Ghawilu (80. Fredehorst), Bennert.
VfB: Kisiel - Ndure (74. Magouhi), Argyris, Volkmer, Erdogan (46. Siala), Evers, Kifuta (58. Richter), Lukowicz, Saglam, Celikyurt, Kadiata.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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