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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball Bundesliga: Jetzt wissen sie, wie man Leipzig stoppt

14.03.2017

Leipzig Rasanten Tempo-Fußball hat Neuling RB Leipzig in seiner Premieren-Saison schon reihenweise zelebriert. Doch kann die junge Truppe aus Sachsen auch spielen wie im dreckigen Abstiegskampf, wie von einigen Gegnern praktiziert? Die zwei Heimniederlagen gegen den Hamburger SV (0:3) und VfL Wolfsburg (0:1) offenbarten Schwächen. „Es war für die junge Mannschaft auch mal zu erwarten, dass in der Phase der Meisterschaft, wo es für einige Mannschaften ums nackte Überleben geht, du gegen solche Teams auch mal das Nachsehen hast. Das ist nicht so überraschend“, sagte Coach Ralph Hasenhüttl.

Er arbeitet mit Hochdruck an neuen taktischen Varianten. „Wir sind von dieser Mannschaft natürlich nur Spitzenleistungen in der Hinrunde gewöhnt gewesen. Jetzt haben wir mal zwei Spiele gehabt, wo wir nicht gewonnen und uns etwas schwerer getan haben. Das ist auch normal“, sagte der Österreicher. Er betonte: „Die Gegner sind clever. Mittlerweile wissen sie, wie man uns stoppen kann. Aber das ist nicht schlimm. Da müssen wir wieder Lösungen finden. Das wird die Aufgabe für die nächsten Wochen sein. In Bremen müssen wir versuchen, uns wieder besser zu verkaufen.“

Trotz des talentierten RB-Kaders gibt es zur Zeit nur wenig personelle Alternativen. „Für einen Plan B fehlt uns derzeit Yussuf Poulsen“, sagte Sportdirektor Ralf Rangnick. Sein Namensvetter versicherte, dass das Spiel schon variabler geworden ist. „Doch wir haben immer wieder mit Ausfällen zu kämpfen, die uns ein Stück von unserer Variabilität nehmen.“ Rumjammern will Hasenhüttl nicht, aber noch zielstrebiger arbeiten: „Das sind Niederlagen, die man auf dem Weg nach oben mitnehmen muss, sie sind wichtig und lehrreich.“

Er weiß auch, dass der Tabellen-Zweite derzeit gut im Verwalten einer Führung ist. „Da können wir gut reagieren. Auf Rückstände variabel zu werden, ist uns auch schon gut gelungen, in letzter Zeit aber nicht mehr ganz so gut“, erklärte er.

Allerdings muss er am kommenden Samstag (15.30 Uhr live in Sky) auf den gelbgesperrten Naby Keita verzichten, der nach seinem Kreislaufkollaps nach dem Spiel gegen Wolfsburg das Krankenhaus am Sonntag wieder verlassen hat. Es sollen in dieser Woche noch intensive Nachuntersuchungen folgen. „Wir müssen die Ursachen dafür finden“, meinte Hasenhüttl.

Die gegen Wolfsburg eingewechselten Oliver Burke und Dayot Upamecanu konnten nur wenige Akzente im RB-Spiel setzen. „Wir hatten zu Hause viele Spiele, wo wir es besser gemacht haben. Wir kamen nicht so oft vor das Tor, wie wir es zu Hause gewöhnt sind. Wir haben viele Lösungen gesucht, so richtig funktioniert hat keine“, sagte der Coach.

Ob der Olympia-Zweite Davie Selke in Bremen gegen seinen Ex-Verein wie im Hinspiel zu einem Kurzeinsatz kommt, ist unwahrscheinlich. Der Stürmer bekam gegen Wolfsburg eine bittere Lektion erteilt. Als Hasenhüttl in Halbzeit zwei Kapitän Dominik Kaiser auswechselte, brachte er U23-Stürmer Federico Palacios - Höchststrafe für Selke. „Ich hatte mir von ihm erhofft, dass er mit seinem tiefen Schwerpunkt, mit seiner Dribbelfähigkeit für Torgefahr sorgt. Ich sehe in dem Burschen sehr viel Potenzial“, sagte Hasenhüttl über Palacios. Über Selke vermied er nach dem Spiel eine Aussage.

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