Bremen - Bei Fußball-Bundesligist Werder Bremen ist es nur wenige Tage nach Weihnachten vorbei mit der besinnlichen Zeit. Grund sind Aussagen von Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic, der in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung einen Wechsel im Winter nicht ausschließen wollte. „Ich wäre nicht überrascht, wenn es schnell gehen würde. Im Fußball ist alles möglich. Ich weiß ja nicht mal, ob der Verein bis Saisonende mit mir plant“, sagte der in dieser Saison zum absoluten Leistungsträger aufgestiegene Junuzovic.
Hintergrund ist, dass der Vertrag des Österreichers im Sommer in Bremen ausläuft. Bisher habe aber noch niemand aus dem Verein mit ihm über eine Verlängerung gesprochen. „Wie Werder plant, weiß ich nicht. Vielleicht hätte Herr Eichin am Ende der Hinrunde mit mir reden können. Das wäre nicht verkehrt“, äußerte Junuzovic sein Unverständnis über Werders Tatenlosigkeit.
Am Dienstag meldete sich dann der von Junuzovic gemeinte Sportchef Thomas Eichin zu Wort und dementierte einen vorzeitigen Abschied im Winter. „Das ist völliger Humbug. Mein letzter Stand ist, dass sein Agent mir seine Bedingungen mitteilen wollte. Seitdem habe ich aber nicht mehr gehört“, erklärte Eichin der „Kreiszeitung Syke“.
Einen Verlust des Mittelfeld-Allrounder vor der Rückrunde könnte sich der Tabellen-16. sportlich kaum leisten. Mit drei verwandelten Freistößen und sieben Torvorlagen avancierte Junuzovic in den ersten 17 Saisonspielen zum konstantesten Bremer Spieler. Die große Einsatzbereitschaft des Österreichers würde Werder an allen Ecken und Enden fehlen.
Die Leistungen von Junuzovic wecken allerdings bei der Konkurrenz Begehrlichkeiten. So soll unter anderen Borussia Mönchengladbach Interesse an einer Verpflichtung haben. Dort könnte Junuzovic im Mittelfeld Christoph Kramer ersetzen. Der Nationalspieler wechselt im Sommer zurück zu Bayer Leverkusen.
