KAISERSLAUTERN - Der 1. FC Kaiserslautern träumt von der Rettung, der FC St. Pauli hofft auf seine letzte Chance. Mit einem Sieg im Duell der Aufsteiger können die „Roten Teufel“ an diesem Freitag (20.30 Uhr) den Verbleib in der Fußball-Bundesliga vorzeitig perfekt machen und die Kiez-Kicker aus Hamburg fast schon zurück in die Zweite Liga schicken. „Wir müssen nach wie vor sehr hart dafür arbeiten, uns den Ligaverbleib zu verdienen. Das geht am besten mit drei Punkten gegen St. Pauli“, sagte FCK-Trainer Marco Kurz.

Mit 37 Punkten ist die Ausgangsposition der Pfälzer fast schon komfortabel. „Wir befinden uns auf einem guten Weg, unser Ziel von 40 Punkten zu erreichen. Wir wollen unseren Fans gegen St. Pauli einen Heimsieg schenken. Mit einem Dreier dürfte der allerletzte Schritt zum Klassenerhalt gelungen sein“, sagte Mittelfeldantreiber Christian Tiffert.

Die Gäste stehen als Tabellenletzter mit 29 Zählern dagegen gehörig unter Druck, zumal sie die mit 49 780 Fans ausverkaufte „Festung“ Fritz-Walter-Stadion in bisher elf Anläufen nicht stürmen konnten. Trainer Holger Stanislawski hofft daher auf ein Ende der schwarzen Serie. „Auf dem Betzenberg haben wir noch nie etwas geholt. Aber wir haben auch 33 Jahre kein Derby gewonnen“, meinte er und verwies auf den 1:0-Erfolg am 16. Februar beim Hamburger SV.

Es war der vorerst letzte Saisonsieg des FC St. Pauli, der in den folgenden neun Spielen nur noch einen Punkt holte. Die Stimmung am Millerntor ist daher längst gekippt. Der zum Bankdrücker mutierte Ex-Torjäger Marius Ebbers meinte: „Wenn wir in Kaiserslautern verlieren, dann weiß ich, dass es so gut wie gelaufen ist.“

Um die letzte Chance beim Schopf zu packen, geht Stanislawski neue Wege. Der im Sommer zum Ligarivalen 1899 Hoffenheim wechselnde Coach reiste schon am Mittwoch mit seinem Team in ein Kurz-Trainingslager in die Pfalz.