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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball-Bundesliga: Kann Di Matteo das Chaos auf Schalke zügeln?

08.10.2014

Gelsenkirchen Jens Kellers Leidenszeit bei Schalke 04 ist beendet: Am frühen Dienstagmorgen trennten sich die Königsblauen nach einem weitestgehend verkorksten Saisonstart nach gut 22 Monaten von ihrem angezählten Coach. Als Nachfolger des 43-Jährigen stellt Schalke am Mittwoch (13.00 Uhr) Roberto Di Matteo vor. Der Italo-Schweizer, der mit dem FC Chelsea 2012 die Champions League gegen Bayern München in München gewann und seit seiner Entlassung in London im folgenden Herbst arbeitslos war, erhält einen Vertrag bis 2017 beim Bundesliga-Elften.

„Es fehlt die notwendige Konstanz, um unsere gesteckten sportlichen Ziele zu erreichen. Daher haben wir uns dazu entschieden, einen Schnitt zu vollziehen“, begründete Sportvorstand Horst Heldt drei Tage nach der 1:2-Pleite der Knappen im Punktspiel bei 1899 Hoffenheim das Ende der „Ära Keller“.

Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) hat heftige Kritik am Bundesligisten Schalke 04 wegen der Entlassung von Trainer Jens Keller geübt. „Wie man mit Keller umgegangen ist, war vom ersten Tag an nicht seriös“, sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner im Sport1-Gespräch.

Weiter ergänzte er: „Wir vom Trainerverband legen großen Wert darauf, dass ein Klub seinem Trainer auch in kritischen Zeiten den Rücken stärkt, so wie das jetzt bei Werder Bremen gemacht wird. Wir sind einfach der Meinung, dass es notwendig ist, dass man sich hinstellt und zu seinem Trainer steht. Das war auf Schalke nie der Fall.“

Keller war nach dem neuerlichen Rückschlag auch durch den Derby-Triumph gegen Vizemeister Borussia Dortmund (2:1) vor zehn Tagen nicht mehr zu halten. Nur zwei Siege aus den ersten zehn Pflichtspielen der Saison waren zu wenig. Zudem sind die Schalker, mit denen Keller in der vergangenen Saison durch die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte zum zweiten Mal in Serie die Champions League erreichte, im DFB-Pokal schon in der ersten Runde gescheitert und in der europäischen Königsklasse nach den ersten beiden Gruppenspielen noch sieglos. Am Dienstag vergangener Woche gab es nach dem 1:1 zum Auftakt beim FC Chelsea gegen NK Maribor (1:1) vor heimischer Kulisse einen Dämpfer in der Königsklasse.

Vor der Bekantgabe der Trennung, die in der laufenden Spielzeit die zweite Entlassung eines Trainers nach dem Aus für Mirko Slomka beim Hamburger SV bedeutet, wollte Schalke offenbar zunächst noch die bereits im vergangenen Winter im Gespräch gewesene Verpflichtung Di Matteos in trockene Tücher bringen. „Wir wollten keinen Schnellschuss, sondern einen Trainer, der uns nachhaltig weiterbringt“, sagte Aufsichtsrats-Boss Clemens Tönnies zu Sport1.

Für Keller schien der Abschied aus Schalke ungeachtet der beinahe seit seinem Amtsantritt im Dezember 2012 anhaltenden Kritik an seiner Arbeit und Person überraschend gekommen sein. Eigentlich war erst für Dienstag eine Krisensitzung bei den Königsblauen anberaumt worden.

„Ich denke nicht, dass der Verein ohne mich plant. Wir sind immer offen miteinander umgegangen, und ich bin immer noch Trainer“, hatte der Ex-Profi noch am vergangenen Sonntag bei Sky90 zu seiner Situation erklärt. Keller mochte bei dem Auftritt lediglich einräumen, dass „momentan einen Vertragsverlängerung überhaupt kein Thema ist“.

Für seinen Nachfolger Di Matteo, der im Sommer auch als Nachfolger von Armin Veh bei Eintracht Frankfurt gehandelt wurde, ist Schalke die vierte Station als Trainer. „Wir möchten einen neuen Impuls setzen und sind der festen Überzeugung, dass Roberto Di Matteo das Team stabilisiert und es schafft, unsere Ziele in Bundesliga und Champions League zu erreichen“, sagt Heldt über den neuen Coach.

Der in der Schweiz geborene Ex-Nationalspieler saß vor seinem Engagement bei Chelsea in England auch bei den Milton Keynes Dons sowie West Bromwich Albion auf der Bank. In der 51-jährigen Geschichte der Bundesliga ist der frühere Mittelfeldspieler nach Giovanni Trapattoni (Bayern München und VfB Stuttgart) sowie Nevio Scala (Borussia Dortmund) der dritte Trainer aus Italien.

Beim „Finale dahoam“ des FC Bayern 2012 in der Allianz Arena im Champions-League-Endspiel düpierte Di Matteo den deutschen Rekordmeister. Er verdiente sich dadurch eine allerdings nur wenige Monate bis Herbst 2012 andauernde Weiterbeschäftigung durch Klub-Chef Roman Abramowitsch bei den Blues.

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