KAPSTADT - Als sich endlich auch Cristiano Ronaldo in die Torschützenliste eintragen durfte, war das Glück der Portugiesen perfekt. Auf der Tribüne strahlte Fußball-Idol Eusebio, und auf dem Feld huldigten die Spieler der „Seleccao“ ihrem Kapitän: Mit dem 7:0 gegen Nordkorea hat Portugal nicht nur den höchsten Sieg seiner WM-Geschichte gefeiert, sondern auch eine eindrucksvolle Bewerbung für den Titel abgegeben. Durch den Erfolg stehen die Iberer so gut wie sicher im Achtelfinale.

„Es passiert nicht alle Tage, dass man sieben Tore in einem Spiel macht, aber ich glaube, unser Sieg war auch in der Höhe verdient“, sagte Spielführer Ronaldo.

Erst in der 87. Minute wurde er für seine Bemühungen belohnt, und zwar auf kuriose Weise: Beim Versuch eines Lupfers über den herausstürmenden Torwart Ri Myong-Guk landete der Ball erst in Ronaldos Nacken, ehe der Stürmer ihn auf den Fuß bekam und die Kugel schließlich ins Netz schoss.

Eigentlich hatten die Asiaten späte Revanche für die 3:5-Niederlage gegen Portugal im Viertelfinale der WM 1966 nehmen wollen, doch letztlich mussten sie die Übermacht des Gegners anerkennen. „Unsere Spieler haben sicher alles gegeben, aber wir sind taktisch auseinandergefallen. Die Balance zwischen Angriff und Abwehr war nicht gut“, sagte Trainer Kim Jong-Hun. Auch wenn sein Team nach der zweiten Niederlage bereits vorzeitig gescheitert ist, versprach der Coach für das letzte Spiel am Freitag gegen die Elfenbeinküste noch einmal einen ehrenvollen Kampf: „In der Heimat werden sie auf unser nächstes Spiel schauen und uns ermutigen, es besser zu machen.“