KASSEL - Torhüterin Silke Rottenberg hat überraschend ihren Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft der Frauen erklärt. Sie gab damit den Kampf um die Nummer eins im Tor der Weltmeisterinnen gegen WM-Heldin Nadine Angerer auf. „Dieser Schritt fällt mir nicht leicht. Natürlich tut der Abschied weh, aber der Gedanke ist schon länger gereift“, erklärte Rottenberg am Dienstag in Kassel.
Ihr Abschiedsspiel im DFB-Trikot nach 15 Jahren wird die 36-Jährige vom Uefapokal-Sieger 1. FFC Frankfurt im EM-Qualifikationsspiel gegen Wales an diesem Donnerstag (16 Uhr/ZDF) im Kasseler Auestadion geben. Grund für den Rückzug der 125-maligen Nationalspielerin sind die fehlenden Perspektiven im Team von Bundestrainerin Silvia Neid. Diese hängen neben ihrem Alter auch mit ihrem Verletzungspech zusammen. Vor allen Dingen der Kreuzbandriss zu Beginn des vergangenen Jahres hat bei Rottenberg Spuren hinterlassen.
Zudem hatte Rottenberg im vergangenen Jahr einen Rückschlag hinnehmen müssen, von dem sie sich nicht mehr erholte. Vor der WM 2007 hatte die gebürtige Euskirchenerin ihren Stammplatz an Angerer verloren. „Wäre ich ein paar Jahre jünger, hätte ich die Herausforderung noch einmal angenommen. Jetzt ist aber der richtige Zeitpunkt, um zu gehen.“
Dem FFC Frankfurt möchte die Weltmeisterin von 2003 und 2007 bis zum Vertragsende Mitte 2009 noch zur Verfügung stehen. Doch auch danach will die dreimalige deutsche Meisterin und viermalige DFB-Pokalsiegerin Rottenberg, die im Besitz sämtlicher Trainer-Lizenzen ist, dem Fußball erhalten bleiben und junge Torhüterinnen ausbilden.
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