München - Der FC Bayern sieht von „SOS-Lösungen“ nach der Verletzung von Jérome Boateng ab, Konkurrent Borussia Dortmund scheint im Meisterschaftsrennen ebenfalls nicht unbedingt nachlegen zu wollen. Während Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge vor dem Wochenende dem derzeitigen Kader sein Vertrauen aussprach, ist auch bei BVB-Trainer Thomas Tuchel der Wunsch nach einem zusätzlichen Schuss Qualität offenbar nicht mehr dringlich. Ein regelrechter Transferwahnsinn ist im Endspurt generell nicht zu erwarten.

Eine Absage fingen sich die Schwarz-Gelben ja bereits von Mainz 05 in Sachen Yunus Malli ein. Der Gestalter des Offensivspiels der Rheinhessen wird nun frühestens im Sommer zum BVB kommen. Malli wäre gewiss der bislang spektakulärste Transfer in der Winterperiode der Fußball-Bundesliga gewesen, denn wirklich Aufsehen erregende Deals fehlen noch, bevor das Fenster am Montag schließt.

Teuerster Zukauf war bisher Jonas Hofmann, der für 8 Millionen Euro aus Dortmund zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Die bisher größte Einnahme verzeichnete der VfL Wolfsburg, der Timm Klose für etwa 11 Millionen in die Premier League zu Norwich City verkaufte.

Die Wolfsburg wären anders herum bereit gewesen, für den erst 18-jährigen Schweizer Stürmer Breel Embolo bis zu 28 Millionen Euro Ablöse an den FC Basel zu zahlen. Die Schweizer lehnten das Angebot allerdings ab. Dass die Wolfsburger in Zeiten der VW-Abgasaffäre solch eine hohe Summe ausgegeben hätten, überrascht. Statt Embolo kommt nun der brasilianische Stürmer Bruno Henrique. Der 25-Jährige wechselt vom brasilianischen Zweitligisten Goiás Esporte Club zum VfL und kostet rund vier Millionen Euro Ablöse.