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Fußball Keine WM ohne Fahne und Schal

Ellen Kranz

Nordkreis - Wie bereiten sich die Männer und Frauen im Nordkreis auf die an diesem Donnerstag startende Fußball-Weltmeisterschaft vor? Hat sie das WM-Fieber schon gepackt? Die NWZ  hat sich umgehört.

Ausnahmezustand

„Wir haben im Bildungswerk einen riesigen Spielplan liegen, der passenderweise in orange gestaltet ist – genau wie unsere Farben“, sagt Nicola Fuhler, Leiterin des Bildungswerkes Friesoythe, und verweist damit unter anderem auf das Logo und das Veranstaltungsprogramm. „Das wird bestimmt spannend“, ist sich Fuhler im Bezug auf das Großereignis sicher. „Ich werde auf jeden Fall zu Freunden gehen und die Deutschlandspiele in großer Runde schauen. Die möchte ich unbedingt sehen“, sagt sie. Das mache einfach Spaß. Fuhler: „Ich hoffe, dass wir gewinnen.“

Meike Wendt, Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bösel sagt von sich selbst, dass sie eher „nicht so leidenschaftlich“ sei. „Früher habe ich meinem Patenkind immer das aktuelle Trikot und Klebebildchen gekauft“, erinnert sich Wendt, die eher für das Wohl der anderen Fußball-Fans sorgt. „Es ist nett, dass die anderen einen Hype machen. Seit der WM im eigenen Land gerät die Nation jedes Mal in einen Ausnahmezustand.“ Sie betrachte das Ereignis als gesellschaftliches Phänomen.

Mit Fanartikeln gerüstet

„Der Spielplan hängt schon lange in der Stube“, sagt Petra Oltmann, Kreisjugendleiterin des Jugendrotkreuzes im Landkreis Cloppenburg. „Die Deutschlandspiele schauen wir im DRK-Kreis und alle anderen mit Nachbarn und Freunden“, sagt sie. „Ich bin sowieso fußballbegeistert – egal ob Damen oder Herren spielen“, meint Oltmann. Ihr Windfang Zuhause sei mit Wimpeln, Fahnen, Kränzen, Blüten und andere Fanartikel geschmückt. „Vom Gefühl her, kommen wir unter die Top drei“, schätzt die Kreisjugendleiterin das Ergebnis der deutschen Nationalelf ein.

„Wir werden ein Public Viewing mit Leinwand und Beamer einrichten“, kündigt Hartmut Börchers, Gemeindejugendpfleger und Leiter des Jugend- und Begegnungszentrums Barßel, an. „Die Jugendlichen haben mir gesagt, das die Deutschlandspiele unbedingt gezeigt werden sollen“, erklärt er. Wenn möglich, werde er auf Nachfrage auch die 21-Uhr-Spiele zeigen. „Ich habe auch noch Schminke und Fahnen vom letzten Turnier.“ Die Jugendlichen würden ihre Schals und Trikots mitbringen. Börchers selbst habe sich eine Sportjacke mit einem Brasilien-Zeichen gekauft. „Und ich habe mir eine WM-App heruntergeladen, mit der ich alle Spiele, Übertragungen und Ergebnisse schnell parat habe.“

„Viertelfinale ist drin“

„Vom Verein ist nichts Großes geplant. Eventuell ergibt sich kurzfristig etwas“, sagt Josef Kramer, erster Vorsitzender des SV Blau-Weiß Ramsloh. Er selber werde die Deutschlandspiele zusammen mit Freunden in der Nachbarschaft schauen und dabei grillen. „Das wird dieses Jahr eine spannende Geschichte“, meint Kramer zur WM. Neben dem Gastgeberland gebe es für ihn keine Favoriten. „Für Deutschland sollte das Viertelfinale drin sein“, hofft Kramer.

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