Hannover - Der von diesem Sonnabend an freigestellte Manager Jörg Schmadtke hat Hannover 96 bis zum Ende der Vertragslaufzeit (30. Juni) Hilfe bei bereits laufenden Vertragsverhandlungen angeboten. 96-Clubchef Martin Kind will Schmadtkes Hilfe gegebenenfalls annehmen, stellte am Freitag aber klar: „Jörg Schmadtkes Nachfolger suche ich alleine und wähle ihn selber aus. Wenn Fragen auftauchen, werde ich sie mit ihm diskutieren“, erklärte Kind. Das beziehe sich aber nur auf bereits begonnene Vorgänge. Der Fußball-Bundesligist und Schmadtke hatten am Mittwoch die Trennung zum Saisonende bekanntgegeben.

Auch auf eine Absprache mit Trainer Mirko Slomka will Kind bei der Nachfolgersuche verzichten. „Nein, seine Zustimmung holen wir nicht ein. Er wird zu gegebener Zeit informiert“, hatte der 96-Clubchef in den Tagen zuvor bereits gesagt.

Ein Nachfolger sei laut Kind trotz bislang rund 60 Bewerbungen noch nicht in Sicht. „Ich werde am Wochenende sehr intensiv arbeiten“, sagte der Unternehmer, der am Freitag den letzten Übergabetermin mit Schmadtke hatte. Bereits an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) gegen den neuen Meister Bayern München wird der bisherige Manager schon nicht mehr im Stadion sein.

Wie es bei ihm nun weitergeht, ist noch unklar. Schmadtke wohnt weiterhin vor den Toren Hannovers. Seine Familie war erst im vergangenen Jahr aus seiner Heimatstadt Düsseldorf nachgezogen. Da Schmadtkes Tochter im kommenden Jahr ihr Abitur machen soll, ist ein erneuter Umzug aus Hannover vorerst unwahrscheinlich, auch wenn der 49-Jährige durch die Vertragsauflösung im Sommer bereits frei auf dem Markt wäre.