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NWZonline.de Sport Fußball

King kämpft sich nach Genickbruch zurück

30.07.2012

LONDON Mary King erinnert sich noch genau an den Tag im Jahr 2001, an dem sie fast ihr Leben verlor. Ein schöner Tag eigentlich. Sonnenschein, die Vögel zwitscherten. Wie jeden Morgen wollte King für ein paar Minuten durch die englischen Wälder reiten. „Aber dann flog plötzlich dieser Fasan aus der Hecke. Mein Pferd King George bockte und schleuderte mich vom Sattel“, erzählt die britische Ikone des Vielseitigkeitsreitens. Sie fiel rücklings auf ihren Nacken. Das Genick brach. Und Mary King war allein unterwegs.

Irgendwie schaffte sie es, sich aufzurichten. Den Kopf fest mit beiden Händen fixiert, schleppte King sich ins Krankenhaus. Dort diagnostizierten die Ärzte zunächst ein Schleudertrauma – also ging die zweifache Mutter erneut ihrer Leidenschaft nach. „Als ich George aber wieder sattelte, fühlte sich der Kopf irgendwie unstabil, sehr lose an“, sagt King – ein Genickbruch. Zehn Wochen musste sie nach einer folgenden OP jegliches Risiko vermeiden.

Während dieser Zeit hat die frühere Weltranglisten-Erste unzählige Computerspiele auf den Markt gebracht. „Mary King’s Riding Star“ etwa, das sich in Großbritannien besser als seine Fußball-Pendants verkaufte. Was auch immer passiert, King sieht das Positive.

„Diese Schicksalsschläge gehören zu unserem Sport. Da fällt man eben auch mal“, sagt King. Wichtig sei nur, wieder aufzustehen, zu kämpfen. Ihr Vater ist sechs Monate vor ihrer Geburt mit seinem Motorrad gegen ein Auto gekracht. Als er aus dem Koma erwachte, strampelte die kleine Mary am Krankenbett.

Heute ist Mary King im Schatten der Queen-Enkelin Zara Phillips eher der unscheinbare Star. Umso außergewöhnlicher, dass sie bei der Pressekonferenz der britischen Mannschaft förmlich explodierte und wie ein Wasserfall sprach. Und ganz forsch ein neues Ziel formulierte. „Als mein Sohn gehört hatte, dass Olympia 2016 in Brasilien stattfindet, sagte er: Mami, du musst dort hin. Also werde ich das wohl tun.“ Dann wäre sie 55.

Und dann war da noch der britische Journalist, welcher der 51-Jährigen auf der Pressekonferenz dieses charmante Lächeln entlockte. „Das sind doch ihre 29. Olympischen Spiele, richtig?“, hatte er frech gefragt. „Nein, ich glaube 30, oder?“, entgegnete King. Auch falsch. Es sind „nur“ die sechsten.

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