Dortmund/Zuzenhausen - Jürgen Klopps Endstation Sehnsucht ist der 30. Mai, 20 Uhr, Olympiastadion Berlin. In der Bundesliga Mittelmaß, in der Champions League im Achtelfinale gescheitert – für den BVB-Trainer und seine Dortmunder Fußballer führt der leichtere Weg in den Europacup wohl nur noch über den DFB-Pokal. Viertelfinal-Hürde ist Ligakonkurrent Hoffenheim.
Klopp bezeichnete den Pokal als „unglaublich wichtig“ für den dreimaligen Cupsieger. „Das würde ich unserem Spiel schon gern ansehen“, sagte er am Montag. Gegen die Kraichgauer müsse sein Team an diesem Dienstag (20.30 Uhr/ARD) das, was beim 0:1 in der Bundesliga am Sonnabend gegen Bayern München „nicht perfekt war, einfach besser machen“. Leicht angeschlagen ist Nationalspieler Marco Reus. Er habe „ein bisschen Probleme“, sagte Klopp, ging aber auf die näheren Umstände nicht ein: „Niemand blickt sorgenvoll.“
In einer Videositzung wollten sich Klopp und die Seinen anschauen, wie sie die Begegnung mit Hoffenheim angehen wollen. Das gedenken sie mit der gleichen kämpferischen Einstellung wie gegen die Bayern, aber mit einer „durchsetzungskräftigeren Offensive“ zu tun, wie Verteidiger Mats Hummels propagierte. Klopp: „Die Problematik ist uns bekannt.“
Vor dem Anpfiff des Spitzenspiels zwischen Dortmund und München ist der nicht besetzte Mannschaftsbus des BVB auf der Bundesstraße 1 von einem Münchner Anhänger attackiert worden. Durch ein Wurfgeschoss ging eine Seitenscheibe zu Bruch, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand.
Nach Hoffenheims 1:4 gegen Mönchengladbach forderte 1899-Torhüter Oliver Baumann: „Das Spiel muss aus den Köpfen.“ Nun müsse das Team gegen den BVB eine andere Leistung bringen. Trainer Markus Gisdol erklärte: „Es ist ein K.o.-Spiel, in dem wir etwas ganz Besonderes leisten müssen.“ Er kann wieder auf die zuletzt fehlenden Defensivspieler Ermin Bicakcic (Gelbsperre) und Eugen Polanski (Grippe) zurückgreifen. „Wir fahren voller Vorfreude zum BVB. Wir wollen es schaffen, ins Halbfinale einzuziehen“, betonte Gisdol.
