Dortmund - Noch vor zwei Monaten sorgten sie sich um den Klassenverbleib, nun reden sie von der Fußball-Europa-League. Rechtzeitig zum Pokal-Halbfinale beim FC Bayern an diesem Dienstag (20.30 Uhr/ARD) ist bei den Profis von Borussia Dortmund der Glaube an die eigene Stärke zurückgekehrt.
„Es ist eine sehr nette Geste, aber wir sind am Dienstag auf Krawall gebürstet“, kommentierte der am Saisonende scheidende Trainer Jürgen Klopp die Idee aus München, ihn vor der Partie mit einem Blumenstrauß zu verabschieden. Das 2:0 (2:0) durch Tore von Pierre-Emerick Aubameyang (24. Minute/Handelfmeter) und Shinji Kagawa (32.) über Eintracht Frankfurt erhöhte auch bei Weltmeister Matthias Ginter die Vorfreude auf die schwere Aufgabe: „Wir haben keine Angst vor den Bayern und zuletzt gezeigt, dass wir mithalten können.“
Im Vorfeld der Partie gegen Frankfurt war es zu Ausschreitungen zwischen beiden Fanlagern gekommen, bei denen ein Streifenwagen der Polizei beschädigt wurde. Kaum war die Partie vorbei, ging der Blick beim BVB nach vorn. Schon beim Schlussjubel stimmten die Fans ihre Mannschaft auf die nächste Mission ein. „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“, forderten sie.
In München muss der BVB jedoch weiterhin auf Torwart Roman Weidenfeller (Beckenprellung) verzichten. Er wird voraussichtlich durch den Australier Mitchell Langerak vertreten.
Ein Sieg über den großen Rivalen wäre vor allem für Klopp ein schönes Abschiedsgeschenk. „Ich hoffe, man sieht uns am Dienstag an, dass wir unbedingt ins Finale wollen. Das wäre eine gute Eintrittskarte für das Spiel gegen eine Mannschaft, die in einer unfassbaren Verfassung ist“, kommentierte der Coach voller Respekt vor den Bayern.
Die wiederum reagierten verständnisvoll darauf, dass Klopp eine Verabschiedung nach seinem letzten Spiel mit der Borussia in München ablehnt. „Das respektiere ich“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Der DFB-Pokal ist die letzte Titelchance der Borussia in dieser Saison. „Wir sind nicht auf Abschiedsmodus, wir sind mitten in der Saison“, betonte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
Zugleich wies er Spekulationen über Kontakte von Nationalspieler Ilkay Gündogan zu Manchester United über einen möglichen Wechsel im Sommer zurück: „Es gibt mit Manchester United null komma null Kontakt.“
