KöLN/BREMEN - Die Kölner haben die zweitschlechteste Abwehr. In der Domstadt kassierte Werder einst böse Niederlagen.
von hauke richters
und unseren agenturen
KÖLN/BREMEN - Motiviert durch den Achtelfinal-Einzug in der Champions-Liga tritt Werder Bremen am Sonntag (17.30 Uhr) beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln an.„Wir müssen zusehen, dass wir in Köln unsere Position halten oder sogar verbessern“, fordert Werder-Trainer Thomas Schaaf vom Tabellendritten. Verzichten muss er in jedem Fall auf den am Freitag an der Leiste operierten Tim Borowski. Christian Schulz und Patrick Owomoyela sind angeschlagen, und Johan Micoud klagt über muskuläre Probleme, über ihre Einsätze entscheidet Schaaf kurzfristig. Gleiches gilt für Ivan Klasnic, der nach seiner Blinddarm-Operation wieder trainiert.
Mangelnde Disziplin hat Kölns Trainer Uwe Rapolder große Personalsorgen beschert: Lukas Podolski sitzt eine Gelbsperre ab, Albert Streit fehlt wegen seiner Roten Karte aus dem Duisburg-Spiel, und Özalan Alpay darf wegen seines Ellenbogenchecks gegen Hamburgs Guy Demel erst im neuen Jahr wieder Fußball spielen. Der Aufsteiger wartet überdies seit zehn Spielen auf einen Sieg und hat die zweitschlechteste Abwehr der Liga (32 Gegentore). Werder dagegen firmiert mit 41 Toren als stärkste Offensivmannschaft und bietet nach seinem Einsatz in der Champions-Liga gegen Panathinaikos Athen nun auch in der Liga wieder Torjäger Miroslav Klose auf – die Favoritenrolle liegt eindeutig bei Werder. „Ich bin überzeugt, dass wir Werder ein Bein stellen können. Wir haben Struktur in unser Spiel bekommen“, trotzt Rapolder den Rahmenbedingungen.
An einige Gastspiele in Köln haben die Werderaner übrigens keine guten Erinnerungen: In der Saison 1977/78 gab es in der Domstadt ein 2:7, in der Spielzeit 1991/92 verlor Werder mit 0:5. Der bislang letzte Auftritt der Bremer in Köln fand im September 2003 statt, Werder siegte damals mit 4:1.
