KöLN - Werder Bremen hat das einst komfortable Punktepolster im Kampf um einen Europa-League-Platz aufgebraucht. Nach vier sieglosen Spielen in der Fußball-Bundesliga in Folge ist das Team von Trainer Thomas Schaaf vor der Partie an diesem Dienstag (20 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach unter Zugzwang geraten. „Wir haben uns in eine deutlich schlechtere Ausgangsposition gebracht“, erkannte Geschäftsführer Klaus Allofs nach dem enttäuschenden 1:1 in Köln: „Deshalb sind wir nicht zufrieden.“
Das Unentschieden beim Abstiegskandidaten war für Tim Wiese und seine Kollegen viel zu wenig.
Der Nationaltorwart, der Werder am Saisonende verlassen wird, kritisierte das mutlose Auftreten der Bremer Mannschaft. „Es fehlt uns an Körpersprache, die ist extrem wichtig“, monierte Wiese das mangelhafte Selbstvertrauen und die fehlende Souveränität und forderte: „Wir müssen zusehen, dass wir auf den Platz gehen, den Kopf oben haben und durch die Wand gehen.“
Auch Rosenberg kritisiert
Auch Stürmer Markus Rosenberg hielt mit Kritik nicht hinterm Berg. „Wir haben viele lange Bälle gespielt, die umgehend zurückgekommen sind. Das hat dazu geführt, dass wir unter Druck standen“, analysierte der Schwede, der Werder in Führung geschossen hatte (24.), die Spielweise. Ammar Jemal (39.) traf nach einer Ecke zum Ausgleich für den FC.
„Wir haben es nicht geschafft, uns Chancen herauszuspielen – nur einmal beim Tor. Das war zu wenig für unsere Ansprüche“, klagte Wiese. „Es herrschen nicht die Klarheit und Automatismen, die man braucht“, so Schaaf.
Zwar steht Werder noch auf dem siebten Platz, der vermutlich zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Doch angesichts des schweren Restprogramms würde sogar Allofs „das Erreichen der Europa League als großen sportlichen Erfolg“ sehen.
Naldo wieder im Kader
Clemens Fritz sieht aber noch Chancen für Werder. „Wir heulen nicht rum, denn wir haben Ziele, die wir noch erreichen können. Deshalb müssen wir wieder mit der Überzeugung ins Spiel gehen, die uns in der Hinrunde in den Heimspielen ausgezeichnet hat“, erklärte der Kapitän.
Gegen Gladbach steht überraschend auch Naldo nach seinem Muskelfaserriss wieder im Kader. Einen Einsatz ließ Schaaf aber offen.
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