KöLN - Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat seine sportliche Talfahrt gestoppt. Mit dem 2:0 (0:0) im Derby beim 1. FC Köln beendete die Werkself am Sonntag ihre Serie von fünf Erstliga-Spielen ohne Sieg und nahm wieder den Uefa-Cup ins Visier. Das Team von Trainer Bruno Labbadia zog an Borussia Dortmund und Schalke 04 vorbei auf Tabellenplatz sieben. Aufsteiger Köln und Coach Christoph Daum haben trotz der Niederlage nur noch geringe Abstiegssorgen.

Vor 49 800 Fans zeichneten Stefan Kießling (66.) und der Ex-Kölner Patrick Helmes (76./Foulelfmeter) verantwortlich für das Ende der Bayer- Krise. „Ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, sagte Helmes. Dies galt nach dem „wichtigen Sieg ohne Schönheitspreis“ (Simon Rolfes) auch für Rudi Völler: „Wir sind wieder im Rennen“, so Bayers Sportdirektor. „Es waren ganz wichtige Punkte, weil sonst der Abstand zu den internationalen Plätzen zu groß geworden wäre.“

Schon in der 4. Minute demonstrierten FC-Torhüter Faryd Mondragon und der Ex-Kölner Lukas Sinkiewicz beim Zusammenprall den kämpferisch hohen Stellenwert des Derbys. Der Kolumbianer Mondragon musste bei Henriques Distanzschuss (15.) sein ganzes Können zeigen, um das 0:1 zu verhindern.

Nach der Pause übernahm Bayer anfangs das Kommando. Labbadia ging mit einem Doppel-Wechsel, als Toni Kroos und Renato Augusto (63.) aufs Feld kamen, auf volles Risiko. Das wurde durch Kießling belohnt. Zehn Minuten später machte Helmes mit dem sicher verwandelten Strafstoß, den Geromel an Kießling verursacht hatte, alles klar für Bayer.