München/Cottbus - Patzt die Aufstiegskonkurrenz wie zuletzt so häufig, kann der 1. FC Köln am Sonnabend die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga perfekt machen – vorausgesetzt man gewinnt am Freitagabend bei Union Berlin. Dies passt allerdings gar nicht in die Partyplanungen der Domstädter. „Einen Aufstieg auf der Couch habe ich mit Aachen erlebt – das ist doof“, kommentierte Manager Jörg Schmadtke im „Kicker“. Trainer Peter Stöger berichtete, dass er am liebsten in einem Heimspiel den Sprung von Liga zwei nach oben feiern würde.
Gut möglich, dass Stögers Wunsch in Erfüllung geht und die Kölner erst am Ostermontag gegen den VfL Bochum richtig jubeln dürfen. Es müsste viel zusammenkommen, damit an diesem Wochenende rechnerisch Klarheit besteht: Köln selbst müsste nicht nur am Freitag in Berlin gewinnen. Gleichzeitig dürften am selben Tag der FC St. Pauli (gegen Kaiserslautern) und der SC Paderborn (in Ingolstadt) nicht gewinnen – genauso wenig wie Greuther Fürth am Sonnabend gegen Aue.
Energie Cottbus muss in seinem nächsten Heimspiel gegen den FC St. Pauli am 17. April auf die Unterstützung eines Teils seiner Zuschauer verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte den Tabellenletzten am Donnerstag zur teilweisen Sperrung des Stadions, weil in zwei Heimspielen Gegenstände von den Rängen auf die Schiedsrichter geworfen worden waren.
Bei der Partie gegen Dynamo Dresden am 4. April ging Schiedsrichter-Assistent Thomas Stein sogar zu Boden, nachdem ihn wahrscheinlich eine Münze am Kopf getroffen hatte. Drei Blöcke der Nordtribüne werden gesperrt, zudem müssen die Lausitzer eine Strafe von 10 000 Euro zahlen. „Wir haben uns mit dem Verband auseinandergesetzt und ein weitaus drastischeres Strafmaß verhindert, auch ein Geisterspiel stand im Raum“, erklärte Geschäftsführer Normen Kothe.
