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NWZonline.de Sport Fußball

Kölner Talfahrt endet in 2. Liga

07.05.2012

KöLN Nach dem Abschied mit dem Abstieg flüchtete die Kölner Fan-Ikone Lukas Podolski vor dem Mob: Die dicke schwarze Rauchwolke hinter dem Tor verhieß nichts Gutes, und so sprintete Podolski wie alle anderen Spieler nach Schlusspfiff schnurstracks in die Kabine. „Das ist der bitterste Moment meiner Karriere“, sagte der zum FC Arsenal wechselnde Angreifer nach dem 1:4 gegen den FC Bayern.

Für Podolski, dessen Trikotnummer 10 der FC bis zum Karriereende des „Prinzen“ nicht mehr vergeben wird, war es schon der dritte Abstieg aus der Fußball-Bundesliga mit Köln, für den FC insgesamt der fünfte. „Das ist ein ganz bitterer und schwarzer Tag. Es ist ein brutal unnötiger Abstieg“, sagte Interimstrainer Frank Schaefer, der wie geplant als Chefcoach aufhört, dem Club aber in anderer Funktion erhalten bleibt. „Diese Mannschaft hätte, wenn sie funktioniert hätte, das Potenzial gehabt, den Abstieg aber auch ganz klar zu vermeiden“, sagte Schaefer.

Am Ende der Partie hatten FC-Fans Pyrotechnik gezündet. Eine Hundertschaft der Polizei hielt die aufgebrachten Anhänger in Schach. „Das ist nicht akzeptabel, wir sind zutiefst betroffen“, verurteilte Kölns Präsident Werner Spinner die Vorfälle.

Köln hat eine Chaos-Saison hinter sich: ein halbes Jahr kein Präsident, seit März kein Sportdirektor, Skandale durch Hooligans, Peinlichkeiten der Profis neben dem Platz und zahlreiche schwache Spiele. „Kein Abstieg war so unnötig wie dieser. Es gab zu viel Unruhe, in vielen Fällen selbst gemacht“, gab Geschäftsführer Claus Horstmann zu.

Wie es mit dem FC weitergeht, ist offen. Ein neuer Trainer und ein neuer Sportdirektor sind nicht in Sicht. Ein möglicher Zugang, Assani Lukimya von Fortuna Düsseldorf, wird aufgrund des Abstiegs wohl doch nicht kommen. Der Umsatz wird sinken; immerhin bringt der Wechsel des vor dem Bayern-Spiel tränenreich verabschiedeten Podolski aber zwölf Millionen Euro. Spinner: „Wir werden auf den Nachwuchs setzen.“

Der Club will zur Ruhe kommen und dann den Neuaufbau starten. „Die Bitterkeit dieses schwarzen Sonnabends müssen wir erst mal verdauen“, sagte Spinner.

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