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NWZonline.de Sport Fußball

Niederlande: König schimpft auf sein Fußvolk

31.03.2015

Amsterdam /Oldenburg Chef-Kritiker Johan Cruyff (67) mag der kriselnden niederländischen Nationalmannschaft nicht mehr zuschauen. Am Tag vor dem Testspiel gegen Ex-Weltmeister Spanien ließ das Fußball-Idol (Spitzname „König Johan“) seinem Ärger über die schlechte Vorstellung beim glücklichen 1:1 gegen die Türkei freien Lauf.

Das Spiel des WM-Dritten vom Sonnabend sei ein weiterer Beweis für den Niedergang des niederländischen Fußballs, schrieb Cruyff am Montag in seiner Kolumne in der Zeitung „De Telegraaf“. „Wir spielen nirgends mehr eine Rolle, und ich frage mich, wann endlich mehr Alarmglocken läuten“, wetterte der einstige Mittelfeldstar angesichts des möglichen Scheiterns in der Qualifikation zur EM 2016. In der Gruppe A belegen die Niederländer derzeit mit sieben Punkten den dritten Platz, nur die ersten beiden Teams sind sicher bei dem Turnier in Frankreich dabei. Island auf Rang zwei hat bereits fünf Punkte mehr auf dem Konto.

Steht in der Kritik: Nationaltrainer Guus Hiddink BILD: dpa
Meinungsfreudig: Fußball-Idol Johan Cruyff BILD: dpa

Trainer müssen Cruyff besänftigen

In den Niederlanden hat jeder Nationaltrainer – derzeit ist es Guus Hiddink – einen besonders scharfen Kritiker: Johan Cruyff. Der ehemalige Superstar, der 1974 mit den Niederlanden das WM-Endspiel gegen Deutschland mit 1:2 verlor, kommentiert seit Jahren intensiv das Geschehen rund um die Nationalmannschaft. Selbst in der Verantwortung stand der einst geniale Mittelfeldspieler dort allerdings nie. Als Trainer arbeitete Cruyff nur für Ajax Amsterdam (1985 - 1988) und den FC Barcelona (1988 - 1996).

Cruyff verwies auch auf die schlechten Leistungen niederländischer Clubs auf europäischem Niveau. Die Ursache sieht der ehemalige Nationalspieler und Coach des FC Barcelona in der Ausbildung und bei den Trainern. „Jedenfalls muss etwas ganz schnell verändert werden. Denn dieser Fußball tut den Augen weh.“

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Auch andere Kommentatoren und Medien wüteten am Montag gegen das „beschämende Spiel“ von Oranje und warnten vor dem Niedergang in Europa. Ob Bondscoach Guus Hiddink (68) die geforderte radikale Wende bereits an diesem Dienstag (20.45 Uhr) in Amsterdam gegen Spanien schafft, ist zweifelhaft. Noch am Sonnabend hatte er sich zuversichtlich gegeben: „Natürlich kriege ich diese Mannschaft in Gang. Ich weiß nur noch nicht wie.“ Gegen Spanien will er nun anderen Spielern eine Chance geben, kündigte er an. Weiterhin fehlen werden allerdings die verletzten Superstars Arjen Robben (Bayern München) und Robin van Persie (Manchester United).

Hiddink hat das Amt des niederländischen Nationaltrainers bereits zum zweiten Mal inne. Schon von 1994 bis 1998 hatte er die „Elftal“ betreut. Nach der WM 2014, bei der die Niederländer den dritten Rang belegt hatten, löste er Louis van Gaal (zu Manchester United) ab. Als Assistenten stehen ihm die Ex-Nationalspieler Danny Blind (52) und Ruud van Nistelrooy (38) zur Seite. Mit Blind ist darüber hinaus vereinbart, dass er nach der EM 2016 den Chefposten von Hiddink übernimmt. Genau diese Absprache rief in den Niederlanden auch Kritik hervor. Hiddink sei – in Anlehnung an eine ausklingende Amtszeit eines US-Präsidenten – eine „lame duck“, eine lahme Ente, wenn der Zeitpunkt des Abschieds schon feststehe. Schon im vergangenen Herbst, wenige Monate nach Amtsantritt, stand Hiddink bereits wieder vor der Ablösung. Ein 6:0-Sieg im EM-Qualifikationsspiel gegen Lettland rettete ihm vorerst den Job.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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