Port Elizabeth - Zwei Tage nach Ende ihres Streiks wegen ausbleibender Bonuszahlungen haben die Fußballer der Demokratischen Republik Kongo dem Favoriten Ghana zum Auftakt des Afrika-Cups ein Unentschieden abgetrotzt.
Beim 2:2 (0:1) vor 10 000 Zuschauern im WM-Stadion von Port Elizabeth holte der Außenseiter um den Freiburger Cedric Makiadi sogar ein 0:2 auf. Das 2:2 erzielte der frühere Wolfsburger Dieumerci Mbokani mit einem Strafstoß nach einem Foul an ihm selbst (69. Minute).
Beim WM-Viertelfinalisten Ghana stand der Ex-Kölner Derek Boateng in der Startelf. Er musste nach 72 Minuten für den ehemaligen Schalker Anthony Annan weichen. Der frühere Hoffenheimer Isaac Vorsah saß nur auf der Bank.
Ghana schien nach Toren der Italien-Legionäre Emmanuel Aygemang (Udinese Calcio/40.) und Kwadwo Asamoah (Juventus Turin/49.) schon klar auf der Siegerstraße. Der noch in der Heimat spielende Trésor Mputu verkürzte (53.), dann traf Mbokani.
Das vom ehemaligen Bayern-Profi Gernot Rohr trainierte Team aus Niger verlor am Sonntag gegen Mali. In der 84. Minute traf Seydo Keita zum 1:0-Endstand und sorgte dafür, dass Mali in der Gruppe B vor Ghana und Kongo die Führung übernimmt.
Mit einer Enttäuschung hat für Gastgeber Südafrika das Turnier begonnen. Die „Bafana Bafana“, wie die Nationalmannschaft genannt wird, musste sich am Sonnabend in Johannesburg im Eröffnungsspiel mit einem 0:0 gegen den Außenseiter Kapverden zufriedengeben. Die Gäste von den Kapverdischen Inseln, die in der Qualifikation immerhin den vierfachen Titelträger Kamerun ausgeschaltet hatten, machten hingegen geschickt die Räume eng.
Beim Bemühen, die Blamage zu erklären, wirkte Südafrikas Nationaltrainer Gordon Igesund genauso ratlos wie die 80 000 Zuschauer im Johannesburger Nationalstadion. „Die Jungs waren ziemlich nervös“, sagte er. Auch die ungewöhnlich kühle Brise von nur 16 Grad Celsius nach einem Regenguss wurde als Erklärung bemüht.
Im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe A fielen ebenfalls keine Tore: Angola und Marokko trennten sich 0:0. Beide Teams lieferten sich im Nationalstadion eine offene Partie, in der die Nordafrikaner die erste Halbzeit dominierten. Nach der Pause besaßen allerdings die Angolaner die deutlich besseren Chancen, doch zu Treffern reichte es auf beiden Seiten nicht.
