• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball

Krimi liefert reichlich Zündstoff

27.10.2017

Leipzig Nach dem giftigen Pokalgipfel war der Ärger um Schiedsrichter Felix Zwayer auch am frühen Morgen noch nicht verraucht. RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl fühlte sich beim Sieg von Fußball-Rekordmeister Bayern München durch ein 5:4 im Elfmeterschießen (1:1 n.V.) vom Berliner Referee verschaukelt.

„Bis zur 55. Minute war es ein Super-Spiel. Mit dem Platzverweis ist dann das passiert, was keiner sehen wollte: Das Spiel wurde kaputt gemacht“, wetterte Hasenhüttl mit Blick auf die Gelb-Rote Karte für Naby Keita. Leipzigs Mittelfeldmotor hatte Münchens Robert Lewandowski auf dem Weg zum Tor am Trikot gezogen. „Die Gelb-Rote Karte für Keita war berechtigt“, entgegnete Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach einem dramatischen Zweitrundenspiel, in dem die Emotionen auf beiden Seiten hochkochten.

Der Höhepunkt: RB-Sportdirektor Ralf Rangnick stürmte zur Halbzeit von seinem Tribünenplatz auf den Rasen und versuchte, dem Schiedsrichter-Gespann auf seinem Smartphone Bilder einer höchst umstrittenen Szene noch einmal zu zeigen. Zwayer hatte einen Elfmeter-Pfiff wieder zurückgenommen und nur auf Freistoß für Leipzig entschieden.

Es kam auf dem Platz zur Rudelbildung, Weltmeister Mats Hummels baute sich vor Rangnick auf. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt ist. Sonst haben die Schiedsrichter bald in der Halbzeit nur noch Verantwortliche um die Ohren“, meinte der Münchner Innenverteidiger: „Ich habe Herrn Rangnick gesagt, dass er das nicht nötig hat und dass es unsportlich ist.“ Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) leitete am Donnerstag ein Ermittlungsverfahren gegen Rangnick ein.

RB-Coach Hasenhüttl haderte heftig mit der Szene in der 34. Minute nach einen Foul von Arturo Vidal an Forsberg. „Ich kann nicht verstehen, dass Zwayer den Elfer aus zwei Metern Entfernung erst pfeift, ihn dann aber zurücknimmt, weil es sein Assistent aus 40 Metern anders gesehen hat“, schimpfte er. Der Videobeweis kommt im Pokal erst ab dem Viertelfinale zum Einsatz.

Dass Zwayer in der 68. Minute nach einem vergleichsweise harmlosen Einsteigen von Jerome Boateng gegen Yussuf Poulsen auf Strafstoß entschieden hatte, nannte Hummels „die Königin der Konzessionsentscheidungen.“ Forsberg traf zum 1:0, doch Thiago (73.) glich per Kopf aus. Im Elfmeterschießen scheiterte Leipzigs letzter Schütze Timo Werner an Bayern-Keeper Sven Ulrich.

Schon an diesem Samstag kommt es zum Wiedersehen der Rivalen, wenn Leipzig ab 18.30 Uhr zum Bundesliga-Spitzenspiel in München antritt. „Das wird ein sehr schweres Spiel, wo wir über die Grenzen gehen müssen“, sagte Leipzigs Marcel Sabitzer nach dem 120-minütigen Pokalkrimi.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.