LEVERKUSEN - Jörg Butt, Torwart des Bundesliga-Spitzenreiters Bayern München (59 Punkte), hat mit seinem Ex-Club Bayer Leverkusen (53) noch eine Rechnung offen. Nicht vergessen hat der gebürtige Oldenburger, dass er 2007 am Ende einer Rotsperre beim Werksclub gegen Rene Adler ausgetauscht wurde. Butt kündigte, ging und kommt jetzt mit Tabellenführer München zurück an seine alte Wirkungsstätte (Sonnabend, 18.30 Uhr).
Und er macht gleich klar, wohin der Weg führen soll: „Ich bin zum FC Bayern gegangen, um Titel zu holen, insbesondere die deutsche Meisterschaft.“ Diesem Ziel würde sein Team mit einem Sieg beim Tabellendritten einen großen Schritt näher kommen. Bastian Schweinsteiger mahnt nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League: „Wir haben noch nichts gewonnen und nichts erreicht. Wir müssen in Leverkusen wachsam sein.“
Dass der Rekordmeister nach dem Kraftakt gegen Manchester United physisch und psychisch nicht ganz auf der Höhe sein könnte, erwartet Bayer-Trainer Jupp Heynckes nicht. „Mit dem Sieg ist der Club in Hochstimmung“, meinte der 64-Jährige. Er stellte allerdings auch fest: „Aus dem Spielverlauf hatten die Bayern fast keine Torchance.“ Doch sie haben Arjen Robben und Franck Ribéry.
Das Heynckes-Team braucht einen Erfolg, um den dritten Platz zu behaupten, der zur Qualifikationsrunde für die Champions League berechtigt. Dortmund (52) liegt hier in Lauerstellung.
Von einer sportlichen Leverkusener Auferstehung (zuletzt drei Pleiten) könnte Schalke 04 (58) profitieren. Den „Knappen“ würde die Rückkehr an die Spitze winken – sofern sie bei Hannover 96 (Sonnabend, 15.30 Uhr) ihrer Favoritenrolle gerecht werden. „Es ist eine Chance für Bayer, gegen die Münchner zu punkten, weil die Champions League viel Konzentration eingefordert hat“, sagte Trainer Felix Magath. Sein Gegenüber Mirko Slomka hat weiter guten Kontakt zu seinem Ex-Verein Schalke. Diese Woche aber herrschte Schweigen. „Es ist ein bedeutsames Spiel“, meinte Slomka, der mit 96 jeden Punkt zum Erhalt der Klasse benötigt.
