LEVERKUSEN - Im Stile eines kommenden Meisters hat Bayer Leverkusen Kurs auf den Herbsttitel in der Fußball-Bundesliga genommen. Das Team von Jupp Heynckes nutzte am Sonntag die Patzer der Konkurrenz, um seinen Vorsprung an der Tabellenspitze durch das 4:0 (2:0) gegen den schwachen VfB Stuttgart auszubauen.
Während Bayer unter der Regie des brillant aufspielenden Toni Kroos wie eine Spitzenmannschaft auftrat, präsentierte sich der zum siebten Mal nacheinander in der Liga sieglose VfB wie ein Absteiger. Das ist unfassbar, was einige hier abliefern. Das ist eine Katastrophe, tobte Sportdirektor Horst Heldt schon in der Halbzeitpause. Jeder muss erkannt haben, dass wir im Abstiegskampf angekommen sind, sagte VfB-Coach Markus Babbel, der vor dem Spiel eine Jobgarantie von Präsident Erwin Staudt über das Ende der Hinrunde hinaus erhalten hatte. Seine Teilnahme am DFB-Trainer-Lehrgang für diese Woche sagte Babbel ab.
Man hat heute gesehen, wie wir Fußball spielen können. Wir haben nichts zugelassen, das zeichnet uns aus, lobte dagegen Bayers Stefan Kießling. Mit seinen Saisontoren zehn bis zwölf (22., 59., 87./Foulelfmeter) machten er und Eren Derdiyok (38.) den Leverkusener Erfolg perfekt. Der VfB war mit der Höhe der Niederlage noch gut bedient. So traf Kroos noch zweimal den Pfosten (19. und 31.).
Bayer bot vor allem in der ersten Halbzeit Fußball der Extraklasse. Technisch, taktisch und kämpferisch waren die Leverkusener dem VfB überlegen und erarbeiteten sich Chance um Chance. Zudem gab Patrick Helmes nach überstandenem Kreuzbandriss in der 89. Minute sein Comeback.
