LEVERKUSEN - Zwei Tage nach der Beurlaubung von Trainer Robin Dutt herrschte am Dienstag eine locker-gelöste Atmosphäre unter den Profis des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen und ihren neuen Chefs Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski. Ihr erklärtes gemeinsames Ziel: bis zum Bundesliga-Saisonfinale am 5. Mai in Nürnberg noch die Europa League zu packen.
„Wir müssen als Mannschaft eine Reaktion zeigen, wir sind in der Pflicht“, sagte der überraschend zurückgekehrte Michael Ballack. Das von ihm befürchtete Handicap: „Wir müssen uns finden. Und das braucht Zeit.“
Das sieht auch Hyypiä so: „Die Zeit ist knapp, und wir müssen jeden Tag nutzen, um der Mannschaft Selbstvertrauen zu geben und Sicherheit am Ball.“ In der Kürze der Zeit könne man nicht alles auf den Kopf stellen, befand auch Lewandowski: „Aber wir können viele Kleinigkeiten in unsere Richtung drehen.“
Hyypiä wird als Typ von den Spielern akzeptiert. Ballack: „Sami hat viel mit uns gesprochen, den Kontakt hergestellt und seine Vorstellungen gut rübergebracht.“ Zudem sei er eine Persönlichkeit, meinte Ballack.
Der Ex-Nationalspieler könnte unverhofft noch einmal ins Team zurückkehren. „Manchmal brauchst du Erfahrung. Michael kann eine große Rolle in den letzten sechs Partien spielen“, ließ Hyypiä schon anklingen, mit wem er im Endspurt plant.
