LEVERKUSEN - Krzynowek traf bereits nach drei Minuten. Werder bangt um die Teilnahme am Uefa-Cup.
Von Andreas Schirmer
LEVERKUSEN - Werder Bremen muss um die Teilnahme am Uefa-Cup bangen. Im „Duell der Enttäuschten“ verlor der deutsche Fußball-Meister gestern Abend mit 1:2 bei Bayer Leverkusen, das damit seine letzte Chance im Kampf um den Start im Uefa-Cup nutzte.Vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena sorgten Jacek Krzynowek (3. Minute) und Marko Babic (37.) für den Sieg der Bayer- Elf, die dadurch Anschluss an den wichtigen sechsten Bundesliga-Platz fand. Für die Bremer war der Treffer von Miroslav Klose (38.) zu wenig, um die Niederlage zu verhindern.
„Jetzt sind die Träume von der Champions-Liga-Qualifikation vorbei“, räumte Werders Sportdirektor Klaus Allofs ein. Dagegen frohlockte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser: „Jetzt sind wir wieder im Geschäft. Ein Unentschieden wäre zu wenig gewesen.“
Fünf Tage nach dem Pokal-K.o. bei Schalke 04 musste Werder beim Werks-club gleich den nächsten Rückschlag hinnehmen: Als Paul Stalteri den Ball gegen Paul Freier vertändelte, passte Dimitar Berbatow auf den frei stehenden Krzynowek, der Werder-Keeper Andreas Reinke überwand und sein sechstes Saisontor markierte. Das kam den ohne Robson Ponte (verletzt), Franca (erkrankt) sowie Carsten Ramelow und Diego Placente (beide gesperrt) angetretenen Hausherren gelegen, die fortan ihr Glück über Konter suchten. Einen davon hätte Berbatow zum 2:0 nutzen müssen, doch der Bulgare scheiterte allein vor Reinke an dem glänzend reagierenden Schlussmann (19.). Die Werderaner, für die Ivan Klasnic (24.) erstmals für Gefahr vor dem Bayer-Gehäuse sorgte, gaben erst allmählich ihre Zurückhaltung auf. Doch prompt in diese Phase fiel nach einem Konter das 2:0, als Castro Babic steil schickte und dieser allein vor Reinke die Nerven behielt. Fast
im Gegenzug traf Klose per Kopf, als Bayer-Keeper Jörg Butt und Roque Junior sich gegenseitig behinderten. Zwei Minuten später hätte der von einer Knieblessur genesene Nationalspieler den Ausgleich erzielen müssen, doch er zielte aus Nahdistanz daneben.
Nach dem Wechsel kamen die Leverkusener gehörig unter Druck. Daniel Jensen (51.) scheiterte am starken Butt, Klose (54./55.) und Klasnic (71.) verpassten bei Großchancen knapp den Ausgleich. Mit der Hereinnahme von Aaron Hunt für Stalteri und später von Mohammed Zidan setzte Werder-Coach Thomas Schaaf voll auf Offensive, die aber letztlich nicht mit dem Ausgleich belohnt wurde.
