LEVERKUSEN -
Die Finanzaffäre um Reiner Calmund zieht weitere Kreise. Auch Hannovers Manager Ilja Kaenzig wird angehört.
LEVERKUSEN/DPA/SID - In der Finanzaffäre um Reiner Calmund gerät auch der Geschäftsführer von Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, Wolfgang Holzhäuser, unter Druck. Die Anwälte des ebenfalls der Untreue verdächtigten Spielerberaters Volker Graul haben Holzhäuser gestern mit einer „Unterlassungserklärung“ abgemahnt. Zugleich kündigte Graul-Anwalt Veit Wirth an, er werde gegen Holzhäuser Strafanzeige wegen Falschbeschuldigung, übler Nachrede, Verleumdung und Urkundenunterdrückung erstatten. In der Unterlassungserklärung wird Holzhäuser aufgefordert, nicht weiter zu behaupten, er wisse nicht, wofür Graul im Juni 2003 von Calmund aus der Bayer-Kasse 580 000 Euro erhalten habe. „Sie haben eine Rechnung unseres Mandanten über genau diesen Betrag von 580 000 Euro akzeptiert“, heißt es in der Abmahnung. Holzhäuser habe zudem die Zahlung derfälligen Umsatzsteuer in Höhe von 92 800 Euro veranlasst.
Derweil soll auch Ilja Kaenzig, Manager von Hannover 96, im Verfahren gegen Calmund angehört werden. Kaenzig arbeitete von 1998 bis 2004 mit Calmund bei Bayer.
