Leverkusen - Bayer Leverkusen wird im Saisonendspurt der Fußball-Bundesliga von einer Millionen-Klage getroffen. Der Insolvenzverwalter des einstigen Billigstrom-Anbieters Teldafax, Biner Bähr, fordert vom Werksclub Sponsorengelder in Höhe von 16 Millionen Euro zurück – plus Zinsen.
Weil Bayer nicht zahlen will, hat Bähr nun eine Klage beim Landgericht Köln eingereicht, wie das „Handelsblatt“ aus Kreisen des Gläubigerausschusses von Teldafax erfuhr. Weder das Landgericht Köln noch Bayer Leverkusen bestätigten am Donnerstag den Eingang der Klage.
Grund für den rechtlichen Schritt ist, dass die Bayer-Verantwortlichen von der finanziellen Schieflage ihres Partners wussten, aber dennoch Gelder kassierten. Teldafax war von 2007 bis 2011 Trikotsponsor des Bundesligisten.
Der Vertrag wurde erst wenige Tage vor dem Zusammenbruch des damals größten unabhängigen Energie-Anbieters gelöst. Die 16 Millionen Euro flossen zwischen 2009 und 2011, einem Zeitraum in dem Teldafax nach Erkenntnissen des Insolvenzverwalters längst hoffnungslos überschuldet war und die Insolvenz verschleppte.
Der Wechsel von Fußball-Nationalspieler André Schürrle von Leverkusen zum Champions-League-Sieger FC Chelsea wird indes konkreter. Sportdirektor Rudi Völler ist mit Manager Michael Reschke am Donnerstag nach London aufgebrochen, um die Details des Transfers zu verhandeln.
Von dort aus soll das Bayer-Duo nach Brüssel reisen, um sich mit den Beratern von Kevin de Bruyne zu treffen. Der Belgier, der von Chelsea an Werder Bremen ausgeliehen ist, soll Teil des Pakets werden und in der kommenden Saison in Leverkusen spielen.
