Leverkusen - Bayer Leverkusen ist seinem Saisonziel ein kleines Stück näher gekommen. Dank des gerechten 2:2 (2:2) gegen Borussia Dortmund verteidigte die Werkself am drittletzten Bundesliga-Spieltag ihren knappen Ein-Punkte-Vorsprung gegenüber Verfolger VfL Wolfsburg im Rennen um Platz vier, der in die Qualifikation zur Fußball-Champions-League führt.

Dem BVB hingegen ist Platz zwei und die Vize-Meisterschaft nach der Schalker 0:1-Niederlage am Sonntag gegen Mönchengladbach nicht mehr zu nehmen. In einer turbulenten ersten Halbzeit erlebten die 30 210 Zuschauer in der ausverkauften Arena die zweimalige Führung der Gastgeber durch Lars Bender (7. Minute) und Gonzalo Castro (35.), die jeweils von Oliver Kirch (29.) und dem überragenden Marco Reus (39., Handelfmeter) ausgeglichen wurde. „Es war ein gerechtes Unentschieden“, sagte Kevin Großkreutz. Bayer-Keeper Bernd Leno ergänzte: „Das war unsere beste Leistung in der Rückrunde.“

Einen Tag, nachdem Leverkusen in Roger Schmidt seinen neuen Trainer für die kommenden beiden Spielzeiten vorgestellt hatte, war es für Interimscoach Sascha Lewandowski nach zuvor zwei Siegen als Nachfolger von Sami Hyypiä das erste Remis. In den letzten beiden Partien muss Leverkusen allerdings auf Torjäger Stefan Kießling verzichten. Der 30-Jährige zog sich einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu.

Der BVB bestätigte unterdessen seine gute Form der Vorwochen. Den Schwung will das Team in das Pokal-Endspiel am 17. Mai gegen Bayern München mitnehmen. „Die Bundesliga ist für uns die Vorbereitung auf das Finale. Wir wollen unbedingt diesen Pokal“, sagte Lukasz Piszczek.

Zur Borussia bekannte sich auch Nationalspieler Mats Hummels. „Ich hole lieber hier eine Meisterschaft als wichtige Figur als vier Meisterschaften als Teilzeitkraft“, sagte der 25-Jährige der „Bild“-Zeitung. Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2017. Spanische Medien hatten den Innenverteidiger zum wiederholten Male mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht.

Auch der in bestechender Form aufspielende Reus weckt immer mehr Begehrlichkeiten. Sein Vertrag läuft zwar bis 2017, enthält aber eine Ausstiegsklausel, die dem BVB bei einem vorzeitigen Wechsel 37 Millionen Euro einbringen würde.