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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Lewandowski kehrt nicht zurück

05.03.2016

Berlin Aus gesundheitlichen Gründen kann Sascha Lewandowski sein Amt als Trainer von Union Berlin nicht wieder aufnehmen. Der 44-Jährige leidet nach Mitteilung des Fußball-Zweitligisten aus der Hauptstadt an einem „akuten Erschöpfungssyndrom („Burnout-Syndrom“), das funktionelle Herzbeschwerden verursacht“. Lewandowski, der sich zurzeit in der Reha befindet, hatte am Freitag um die Veröffentlichung der Diagnose gebeten.

„Ich hatte gehofft, dass eine kurze Pause reichen könnte. Dies war aber leider überhaupt nicht der Fall. Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient“, wurde Lewandowski vom Verein zitiert. Nach Einschätzung seiner Ärzte werde es „noch Monate dauern, bis ich wieder der Alte bin“.

Der ehemalige Leverkusener Coach, der erst am 1. September 2015 als Nachfolger von Norbert Düwel den Cheftrainer-Posten übernommen hatte, ist seit dem 22. Februar krankgeschrieben. Er war von André Hofschneider vertreten worden. Zunächst war der Verein bei Lewandowski, über dessen Krankheit bislang nichts mitgeteilt worden war, von einer dreiwöchigen Pause ausgegangen. Seine behandelnden Ärzte sahen jetzt jedoch in einer „deutlich längeren Pause und einer temporär umfassenden Entlastung von beruflicher Beanspruchung eine unumgängliche Voraussetzung für die gesundheitliche Genesung des Fußballlehrers“.

Das Training der Profis leitet bis zum Saisonende hauptverantwortlich weiter Co-Trainer Hofschneider. Union-Präsident Dirk Zingler und Matthias Plepp, stellvertretender Union-Mannschaftsarzt, waren von Beginn an umfassend informiert und auch in Kontakt zu Lewandowskis behandelnden Ärzten.

„Wir sind sehr traurig über das plötzliche und unerwartete Ende unserer Zusammenarbeit. Die Gesundheit des Menschen Sascha Lewandowski ist wichtiger als die Fortsetzung seiner Arbeit als Trainer bei uns. Wir alle hier bei Union wünschen ihm eine schnelle und vollständige Genesung“, betonte Geschäftsführer Lutz Munack.

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