München - Über sein schönstes Tor für den FC Bayern mochte Robert Lewandowski keine großen Worte verlieren. „Tor ist Tor, egal wie und wann“, bemerkte der Pole knapp. Beim 3:0 gegen Eintracht Frankfurt war ihm ein wundervoller Volleytreffer zum 1:0 (15. Minute) gelungen, auch wenn er dabei hauchdünn im Abseits stand. Beim 2:0 (66.) staubte der Pole mit dem Kopf ab, ehe Thomas Müller (82.) auf 3:0 erhöhte.
Für einen Vollblutstürmer wie Lewandowski zählt vor allem die Torquote in der Bundesliga, und die passt jetzt auch in München: 25 Spiele, 16 Treffer. Der 26-jährige Angreifer trifft nach einiger Anlaufzeit mittlerweile auch im Bayern-Trikot am Fließband – wie früher im schwarz-gelben Dortmunder Dress.
Pünktlich zu den großen Spielen auf Europas Fußball-Bühne und im richtigen Moment angesichts der extremen personellen Engpässe der Münchner läuft Lewandowski zur Hochform auf. Er war der Hauptdarsteller eines Spiels, in dem den Bayern das Siegen nur drei Tage nach dem Pokal-Kraftakt von Leverkusen erstaunlich leicht gemacht wurde. „Wir haben kein Zutrauen gehabt, um den Gegner zu fordern“, gestand Eintracht-Coach Thomas Schaaf.
Seit dem Abpfiff am Sonnabend kreisen alle Gedanken der Bayern nur noch um den FC Porto. Und pünktlich zum Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) in Portugal tritt Lewandowski aus dem Schatten der Einzelkönner Arjen Robben und Franck Ribéry heraus. „In der entscheidenden Phase haben wir den bestmöglichen Lewandowski. Das ist wichtig“, rühmte Trainer Pep Guardiola den Mittelstürmer. Neun Tore hat der Pole in den vergangenen acht Bundesliga-Partien erzielt.
Damit sorgte er dafür, dass der Ausfall des bislang treffsichersten Münchners, Arjen Robben (31), der wegen eines Bauchmuskelrisses seit Wochen pausieren muss, nicht so stark ins Gewicht fällt.
