Duisburg - Schock für den MSV Duisburg: Das Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga erhält keine Lizenz für die Zweitliga-Saison 2013/14. Damit droht den Zebras erstmals nach 24 Jahren der Sturz in die Drittklassigkeit.

„Ich bin entsetzt, das ist eine absolute Katastrophe. Hätte mir die MSV-Führung gesagt, dass sie noch mehr Geld benötigt, dann hätte ich das doch gegeben. Für mich ist das der absolute Supergau“, kommentierte Ex-Präsident und Geldgeber Walter Hellmich gegenüber der „Bild“-Zeitung die Hiobsbotschaft von der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Wie die DFL am Mittwoch bekanntgab, entschied der Lizenzierungsausschuss einstimmig gegen den MSV, der die Zweitliga-Saison 2012/13 auf dem elften Platz beendet hatte. Die Zebras hätten nicht den Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit für die Saison 2013/14 erbracht, hieß es in einer Mitteilung. Diese Entscheidung ist verbandsintern endgültig. Der MSV kann innerhalb einer Woche nach Zustellung der schriftlichen Entscheidung, die die Meidericher Anfang nächster Woche erwarten, das ständige Schiedsgericht anrufen – was wahrscheinlich ist.

„Bis zur Zustellung und Prüfung des schriftlichen Bescheides der DFL wird es seitens des MSV Duisburg keine weitere Stellungnahme zum Verfahren geben“, teilte der Club mit. Sollte Duisburg vor dem ständigen Schiedsgericht scheitern, würde der Tabellen-17. SV Sandhausen in der 2. Liga bleiben.

Beim MSV fiel man aus allen Wolken, als man die Hiobsbotschaft erhielt. „Die Entscheidung kam aus heiterem Himmel. Der Verein hat nun aber noch die Gelegenheit, Einspruch einzulegen. Und ich glaube nach wie vor daran, dass wir die Lizenz erhalten“, sagte Manager Ivica Grlic dem „Express“.