LISSABON - Eine Woche vor dem ersten Spiel bei der EM gegen Deutschland an diesem Sonnabend (20.45 Uhr/ARD) hat sich die portugiesische Fußball-Nationalmannschaft wenig angsteinflößend präsentiert. Und mehr als Selbstmitleid hatte Trainer Paulo Bento nach der misslungenen Generalprobe auch nicht zu bieten.
„Das Ergebnis ist total unfair“, sagte Bento über das 1:3 gegen die Türkei in Lissabon und behauptete: „Wenn man verliert, hat man den Eindruck, alles falsch gemacht zu haben, aber das stimmt nicht.“
In der Tat: Nicht alles lief falsch, soweit hatte der ehemalige Nationalspieler ja Recht. Aber vieles stimmte nicht beim Auftaktgegner der DFB-Auswahl. Trotz einer phasenweise drückenden Überlegenheit gelang dem hochgelobten Offensiv-Ensemble um Cristiano Ronaldo und den Ex-Bremer Hugo Almeida nur der Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 durch Nani (57. Minute). Zu allem Überfluss versagten Ronaldo, dem die Hoffnungen schwer auf den Schultern lasten, vom Elfmeterpunkt die Nerven: Er scheiterte an Torwart Volkan Demirel (65.), es wäre das 2:2 gewesen.
Umut Bulut nutzte in der 34. und 52. Minute grobe Fehler von Bruno Alves und Pepe zum 0:1 und 0:2. Jenem Pepe unterlief schließlich auch noch ein Eigentor zum 1:3-Endstand (88.).
