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NWZonline.de Sport Fußball

Klopp erteilt DFB und Bayern eine Abfuhr

14.12.2019

Liverpool Jürgen Klopp setzte sein typisches Lächeln auf, ehe er den Fans des FC Liverpool in einer 89-sekündigen Videobotschaft ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk machte. Noch zwei Jahre länger – bis 2024 – bleibt der deutsche Star-Coach verantwortlich für die Geschicke des amtierenden Champions-League-Siegers. Die vorzeitige Vertragsverlängerung des Teammanagers ist ein Treuebekenntnis an den emotional aufgeladenen Tabellenführer der Premier League – und eine klare Botschaft an den DFB oder Bayern München.

„Dieser Club ist so gut aufgestellt, ich konnte nicht daran denken, zu gehen“, sagte Klopp, der nun schon vier Jahre in Liverpool weilt und bereits unangefochtenen Heldenstatus genießt: „Wir haben uns entschieden, fortzusetzen, was bislang nicht allzu schlecht funktioniert hat“, so der 52-Jährige weiter. Recht hat er, mit dem Triumph in der Königsklasse im vergangenen Sommer hat er sein Titel-Versprechen vom Amtsantritt im Oktober 2015 gehalten. Doch er will noch mehr.

Gemeint ist damit an vorderster Stelle der englische Meistertitel, den er in der abgelaufenen Spielzeit noch so knapp verpasst hatte. Diese Saison soll aber der sehnlichste Wunsch der Fans nach 30 Jahren Durststrecke endlich erfüllt werden. Dass Liverpool die derzeit acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Leicester City verspielt, halten die wenigsten für wahrscheinlich.

Doch nicht überall dürfte die Nachricht mit Jubelstürmen aufgenommen worden sein. Verantwortliche aus Klopps alter Heimat, die auf eine baldige Rückkehr nach Deutschland gehofft hatten, sind nun vorerst ruhig gestellt. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) etwa, wo Bundestrainer Joachim Löw bis Ende 2022 unter Vertrag steht, galt Klopp als idealer Kandidat für die Nachfolge. Derlei Diskussionen sind für Klopp jetzt erstmal kein Thema mehr.

Auch der FC Bayern ist ja bekanntlich auf der Suche nach einem Trainer. Aus der Lösung Klopp wird aber erst einmal nichts. Genauso wenig kommt nun ein spektakuläres Comeback bei Borussia Dortmund infrage. Denn Klopp ist in Liverpool noch nicht fertig.

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