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NWZonline.de Sport Fußball

Lizenz zum Jubeln in der 3. Liga erwünscht

19.03.2014

Oldenburg Die Sehnsucht nach Profifußball in Oldenburg ist nach 17-jähriger Abstinenz groß. Doch auch wenn Regionalligist VfB in dieser Saison in der Spitzengruppe der Nordstaffel mitmischt, bleibt die sportliche Hürde bei zehn Punkten Rückstand auf Tabellenführer VfL Wolfsburg II hoch. In sich haben es auch die Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Während die Spieler auf dem Rasen alles geben, hat der Verein beim DFB fristgerecht seinen 100-seitigen Antrag für die 3. Liga eingereicht. „Der Vorstand hat viel Arbeit investiert“, sagt Teammanager Jörg Rosenbohm. Denn die Erteilung einer Lizenz für eine der drei Profiligen erfolgt nach einem komplexen Verfahren. „Die 3. Liga ist selbst mit der zweiten von früher nicht zu vergleichen“, bemerkt Rosenbohm. Als der VfB in der Saison 1996/97 zuletzt im bezahlten Fußball spielte, seien die Auflagen für die Zweitligisten bei weitem nicht so hoch gewesen wie die aktuellen für die 3. Liga.

DFB stellt Umfangreiche Anforderungen

Erste Voraussetzung für die Zulassung zur 3. Liga ist die sportliche Qualifikation. Sie ergibt sich aus der Abschlusstabelle der laufenden Saison sowie aus den DFB-Bestimmungen zu Auf- und Abstieg.

Das Statut des DFB mit den wirtschaftlichen und infrastrukturellen Anforderungen für die 3. Liga umfasst 85 Seiten. Der kalkulierte Etat des VfB Oldenburg beträgt rund 2,2 Millionen Euro.

„Das Verfahren soll einen geordneten Spielbetrieb gewährleisten“, begründet DFB-Sprecher Maximilian Geis die anspruchsvollen Anforderungen: „Unser Ziel ist es, die Drittligisten an den Profibetrieb heranzuführen.“

Solide Bilanzen und professionelle Strukturen auf der Geschäftsstelle werden dabei ebenso vorausgesetzt wie Flutlicht, Rasenheizung und eine Spielstätte mit einer Mindestkapazität für 10 000 Zuschauer. Zur Drittligatauglichkeiten fehlt dem Oldenburger Marschwegstadion noch eine ganze Menge (die NWZ  berichtete), doch ein Ausschlusskriterium ist das – zumindest für einen begrenzten Zeitraum – nicht, bestätigt der DFB-Sprecher: „Befristet lassen wir Ersatzspielorte zu. Die Unterlagen werden jetzt detailliert geprüft“, sagt Geis.

Bei aller Euphorie über einen möglichen Sprung in den Profifußball hat der VfB jedoch auch seine Hausaufgaben erledigt und wird wie der BV Cloppenburg die Lizenz für ein weiteres Regionalliga-Jahr beantragen. Ein Sonderfall ist hingegen Ligarivale SV Wilhelmshaven. Der Club wehrt sich derzeit wie berichtet juristisch gegen den Zwangsabstieg, den der DFB im Auftrag des Weltverbandes Fifa gegen ihn verhängt hat.

„Die Verfahren für die einzelnen Ligen laufen unabhängig voneinander“, erläutert Jana Miglitsch vom Norddeutschen Fußball-Verband, der für die Regionalliga Nord zuständig ist. Gerade dort ist die Bandbreite groß und reicht von den Zweitvertretungen der Bundesligaclubs, die keine eigene Lizenz beantragen müssen, bis hin zum Dorfverein. „Bei der Zulassung geht es darum, böse Überraschungen wirtschaftlicher Art zu vermeiden“, sagt Miglitsch.

Keine Viertliga-Ambitionen hegen aktuell die beiden Oberligisten VfL Oldenburg und SSV Jeddeloh. Beide kämpfen gegen den Abstieg und wären froh über ein weiteres Oberliga-Jahr. Derweil will der VfB weiter an die Tür zur 3. Liga klopfen, auch wenn sie sich jetzt noch nicht öffnen sollte, kündigt Rosenbohm an: „Wir wollen den Traum lange am Leben erhalten.“

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