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NWZonline.de Sport Fußball

Champions League: Bayern liegt auf Viertelfinal-Kurs

26.02.2020

London Serge Gnabry hat einem extrem reifen FC Bayern mit seiner nächsten Tor-Show in London den Weg ins Viertelfinale der Champions League geebnet. Der ehemalige Arsenal-Profi versetzte dem FC Chelsea am Dienstag bei der grandios geglückten Revanche des deutschen Rekordmeisters für das 2012 verlorene „Finale dahoam“ mit seinem Doppelschlag (51./54. Minute) praktisch schon den K.o., zumal Robert Lewandowski (76.) sogar noch sein elftes Königsklassen-Saisontor zum Endstand von 3:0 nachlegen konnte.

In der Gruppenphase hatte Nationalspieler Gnabry bereits beim 7:2 gegen Tottenham als vierfacher Torschütze phänomenal aufgespielt. Beide Tore erzielte er nach Doppelpass mit dem gleichfalls herausragenden Lewandowski. In der Schlussphase sah Chelseas Marcos Alonso noch Rot nach einer Tätlichkeit gegen Lewandowski (84.).

Das Achtelfinal-Rückspiel am 18. März in München sollte nur noch Formsache sein für die Bayern, die unter Trainer Hansi Flick auch in Europa wieder zu einem Titelanwärter zu reifen scheinen. Die Bayern komplettierten den Siegeszug der Bundesliga in der ersten K.o.-Runde des Europapokals, nachdem in der Vorwoche schon Borussia Dortmund und Leipzig in der Königsklasse sowie Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und Wolfsburg in der Europa League ihre jeweiligen Hinspiele gewonnen hatten. Der deutsche Fußball meldet sich in dieser Saison augenscheinlich international zurück.

„Es ist wichtig, dass wir unser Spiel durchziehen, den Gegner unter Druck setzen und das Heft in die Hand nehmen“, hatte der seit Montag 55 Jahre alte Flick unmittelbar vor der Partie gesagt. Seine Profis setzten die Vorgabe ihres Chefs von Beginn an um. Nach 40 Sekunden gab Thomas Müller einen ersten Warnschuss ab, den Chelsea-Torwart Willy Caballero aber problemlos parierte.

Flick setzte wieder auf die zuletzt bewährte Formation – in der Offensive mit dem umtriebigen und torgefährlichen Müller als Aktivposten auf der Zehn und Kingsley Coman. Die beim 3:2 gegen den SC Paderborn gesperrten Jérôme Boateng und Benjamin Pavard bildeten neben David Alaba und Alphonso Davies erwartungsgemäß die Abwehr.

Vor allem Boateng tat sich als Stabilisator und Sicherheitsfaktor hervor und war einer der Garanten für das so wichtige Zu-Null-Spiel. Wenige Minuten vor Schluss rettete er mit einer perfekten Grätsche im eigenen Strafraum gegen Tammy Abraham.

Die Zuschauer sahen in der ersten Hälfte eine kontrollierte Partie beider Teams, die darauf aus waren, Fehler zu vermeiden. Chelsea setzte auf eine starke Defensive mit Dreier- bzw. Fünferkette und lange Bälle auf den französischen Weltmeister Olivier Giroud, der aber nahezu wirkungslos blieb.

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