LONDON - Erleichterung ja, Euphorie nein: Der ungefährdete 3:0-Sieg der englischen Nationalmannschaft gegen Israel ließ die zuletzt ziemlich frustrierten Fußball-Anhänger auf der Insel zwar durchatmen, doch von einem Durchbruch auf dem Weg zur Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz ist die Mannschaft aus dem Fußball-Mutterland noch weit entfernt.

Trainer wie Spieler hakten die einseitige Partie der Gruppe E gegen die Israelis deshalb auch schnell ab und ließen keinen Zweifel daran, dass erst ein weiterer Erfolg am Mittwoch gegen Russland (3:0 gegen Mazedonien) die nach wie vor gefährliche Lage in der Qualifikation entschärfen kann.

„Der erste Job ist erledigt, jetzt müssen wir uns auch um die restliche Arbeit kümmern“, erklärte Stürmerstar Michael Owen nach dem ersten Sieg der „Three Lions“ im neuen Wembley-Stadion, in dem der Weltmeister von 1966 erst vor knapp drei Wochen noch eine 1:2-Niederlage gegen den Erzrivalen aus Deutschland hatte einstecken mussten. Owen (50.) war neben Shaun Wright-Phillips (20.) sowie Micah Richards (67.) einer der Torschützen vor 85 372 Zuschauern.

In der Gruppe C gab es einen Dämpfer für die Türkei (14 Punkte), die in Malta nicht über ein 2:2 hinauskam und hinter Norwegen (16/1:0 in Moldawien) auf

Rang drei zurückfiel. Spitzenreiter ist der am Wochenende spielfreie Europameister Griechenland (18), der am Mittwoch in Norwegen antreten muss. Um das Ticket für die Europameisterschaft weiter bangen müssen auch Vize-Europameister Portugal nach dem 2:2 gegen Polen und Spanien, das beim 1:1 in Island nur knapp einer Blamage entging.