LONDON/MüNCHEN - Makaay wird wohl spielen können. Mourinho hat Ärger mit seinem Club und dem Verband.

von Marco Mader

und Thomas Niklaus

LONDON/MÜNCHEN - Während Bayern München nur auf einen Stürmer verzichten muss, versinkt Gegner FC Chelsea vor dem Viertelfinal-Schlager in der Champions-Liga nahezu komplett im Chaos: Vor dem morgigen Hinspiel (20.45 Uhr/Sat 1) in London sorgt erneut „Blues“-Teammanager Jose Mourinho für den größten Wirbel. Zu allem Überfluss sieht sich der Club auch noch Blutmanipulationsvorwürfen ausgesetzt.

Dagegen plagen den deutschen Rekordmeister geringere Sorgen – obwohl Claudio Pizarro verletzt ausfällt. Stürmer Roy Makaay wird wohl trotz einer Muskelverhärtung im Oberschenkel auflaufen. „Ein Ausfall unseres kompletten Sturmduos wäre problematisch. Es sieht gut aus, dass wir die Probleme bei Roy bis Mittwoch in den Griff bekommen“, sagte Bayern-Trainer Felix Magath.

Bei Chelsea steht Trainer Mourinho einmal mehr selbst im Mittelpunkt – der Portugiese droht offenbar mit Rücktritt. Laut Berichten britischer Medien echauffierte sich der Coach über die mangelnde Unterstützung des Clubs beim Streit mit der Europäischen Fußball-Union, die Mourinho für zwei Spiele der „Königsklasse“ gesperrt hat. Außerdem habe ihn Chelsea im Transfergerangel mit Lokalrivale FC Arsenal um dessen Verteidiger Ashley Cole alleine gelassen. Angeblich habe sich Mourinho gar nicht mit Cole treffen wollen. Auf Bitten von Vorstandsboss Peter Kenyon habe er es dann doch getan – und so gegen die Statuten des englischen Verbandes (FA) verstoßen. Chelsea droht deshalb eine Strafe.

Für zusätzlichen Ärger sorgt ein weiteres Ermittlungsverfahren der FA. Der Vorwurf: Beim Tabellenführer soll mit Blutmanipulation gearbeitet werden. Angeblich wird den Profis Blut abgenommen, um daraus ein Serum zu gewinnen, das im Verletzungsfall injiziert würde und den Heilungsprozess beschleunige. Die FA verbietet diese Behandlungsart.