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NWZonline.de Sport Fußball

VOLLEYBALL: Lüneburger Betriebsausflug verärgert VSG

15.05.2009

LüNEBURG /BAD ZWISCHENAHN Beim Fußball würde die Vermutung sofort in eine Richtung zielen: Wettbetrug! Beim Volleyball geht es weniger kriminell zu. Da hat die SVG Lüneburg zugegeben, das entscheidende Aufstiegsspiel zur 2. Bundesliga mutwillig verschenkt zu haben. Wetten darauf sind aber nicht bekannt geworden.

Nach einer 2:0-Führung im Endspiel um den zweiten Aufstiegsplatz gegen GW Lindow fuhr der Meister der Regionalliga Nordwest seinen Aufwand drastisch herunter. So überließ er den Berlinern den 3:2-Sieg. Nun fühlt sich die VSG Ammerland, die in der Regionalliga punktgleich mit Lüneburg Zweiter geworden war, um ihre Aufstiegschance betrogen.

Noch in der Halle feierten die Unterlegenen die Manipulation als „Sieg der Vernunft“. So nannte Trainer Thomas Hähl später offiziell das Geschehen. Und der Vorsitzende Andreas Bahlburg gestand ein, dass der interne und sogar verständliche Beschluss gegen einen Aufstieg schon vorher gefallen war. Vorgabe: „Im Notfall gegensteuern!“ Denn zieht ein Aufsteiger nach der Relegation zurück, kann es bis zu 25 000 Euro kosten.

Nach den empörten Reaktionen von Freunden, Konkurrenten und beim Volleyball-Verband hätten sich die Lüneburger wohl lieber auf die Zunge gebissen. „Diese Schiebung in der Relegationsrunde war keine spontane Reaktion“, weiß Trainer Torsten Busch vom Ammerland-Team aus Westerstede und Bad Zwischenahn. Schon Tage vorher stand nach Absagen von Leistungsträgern fest, dass Lüneburg keinen Zweitliga-Kader auf die Beine bekommt. So legte man sich intern fest, die drei Relegationsspiele gegen Leverkusen (0:3), Norderstedt (3:0) und Lindow durchzuziehen und im Ernstfall die Notbremse zu ziehen.

„Die Zweitliga-Relegation ist keine Lüneburger Privatangelegenheit“, hält der VSG-Vorsitzende Horst Hollmann dagegen. „Der Verein hätte den Verband und uns als Nachrücker sofort informieren müssen.“ Trainer Busch verbirgt seine Wut nicht: „Bei aller Bescheidenheit nach unserem Debakel zum Saisonfinale, wir hätten eine riesengroße Chance gehabt!“

Juristisch sehen die Ammerländer kaum Möglichkeiten zu einer Revision: Das Turnier hat ja mit einem offiziellen Ergebnis geendet. Doch eins beginnen die Lüneburger nach stürmischem Wind von allen Seiten zu ahnen: Der Schaden für die Sportart, deren stärkste Werbung ein sauberes Image ist, scheint immens zu sein.

Die neue Regionalliga-Saison beginnt im September. Eröffnungsspiel: Ammerland gegen Lüneburg.

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