MAGDEBURG - Erst gezittert, dann gefeiert: Die Fußballerinnen des Bundesligisten Turbine Potsdam haben durch ein 2:1 im Endspiel gegen den Hamburger SV den Hallenpokal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gewonnen und ihren Titel verteidigt. Durch den vierten Triumph zog Potsdam, das sich nach drei Remis in den Gruppenspielen ins Viertelfinale gemogelt hatte, mit dem bisherigen Rekordsieger 1. FFC Frankfurt gleich.

„Wir haben tollen Fußball gespielt – am Anfang nicht, aber zum Schluss. Wir hatten Glück, dass wir nicht schon in der Vorrunde ausgeschieden sind“, erklärte Potsdams Trainer Bernd Schröder. Der Ex-Meister konnte sich lediglich als schlechtester der acht Viertelfinalisten für die K.o.-Runde qualifizieren, drehte dann aber bei den Erfolgen gegen Bayern München (4:3) und die SG Essen-Schönebeck (4:0) mächtig auf.

Zur besten Spielerin des Turniers, an dem alle zwölf Bundesligisten teilnahmen, wurde die Essenerin Melanie Hoffmann gekürt. Der Titel der besten Torhüterin ging an Ursula Holl (SC Bad Neuenahr). Erfolgreichste Torschützen war Isabel Kerschowski (Potsdam) mit fünf Treffern.

Während die sportliche Bilanz nach Ansicht von Bundestrainerin Silvia Neid stimmte („Es war ein sehr ausgeglichenes Turnier. Jeder konnte jeden schlagen, das war bisher nicht so“), konnte der DFB als Veranstalter des 16. Hallenpokals nicht rundum zufrieden sein. Der Umzug von Bonn in die größere Magdeburger Bördelandhalle (5000 Plätze) sollte auch ein Test für die Expansions-Pläne des DFB im Frauenbereich im Vorfeld der WM 2011 in Deutschland sein.

Das Ziel einer ausverkauften Arena wurde deutlich verfehlt. 3200 Zuschauer bedeuteten dennoch einen Besucherrekord. DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg zog so auch ein positives Fazit und sprach von „einem tollen Start“ des Hallenpokals in Magdeburg.

Derweil wurden auch die Halbfinal-Begegnungen im DFB-Pokal ausgelost. Der FCR Duisburg empfängt am 13. April den VfL Wolfsburg, der Sieger des Spiels VfL Sindelfingen gegen Potsdam trifft auf Wattenscheid 09.