MAINZ - Sogar die Mainzer lobten das Bremer Spiel. Werder-Coach Thomas Schaaf mahnte zu Bescheidenheit.
von Reinhard Schwarz
MAINZ - Werder wunderbar. Bremens Spaßfußballer sind derzeit das Nonplusultra in der Bundesliga. Die Lobeshymnen überschlugen sich nach dem 6:1 beim Abstiegskandidaten Mainz 05. Sogar Bayern-Manager Uli Hoeneß war beeindruckt vom „Superlauf“ des Tabellenführers, der vor dem morgigen Championsliga-Spiel bei Levski Sofia (20.45 Uhr) seine Stärke mit sehenswertem Kombinationsfußball unterstrich.„Im Moment stimmt bei uns einfach alles. Der Teamgeist ist phänomenal und es macht allen einen Riesenspaß. Aber wir müssen auf dem Teppich bleiben. Man kann von uns nicht erwarten, dass wir in jedem Spiel sechs Tore schießen“, sagte Torsten Frings und warnte davor, Sofia zu unterschätzen: „Am Dienstag geht es aufs Neue los. Wir müssen uns immer wieder auf neue Situationen einstellen.“
„Wir heben nicht ab und können uns selbst einschätzen. Wir haben noch eine lange Saison vor uns“, meinte Trainer Thomas Schaaf bescheide – einer Bilanz von 18:2 Toren in den letzten vier siegreichen Bundesliga-Spielen und dem 2:0 im Hinspiel gegen Sofia zum Trotz.
Auch bei dem seit 795 Minuten, davon 618 in der Bundesliga, torlosen Nationalstürmer Miroslav Klose platzte rechtzeitig vor der nächsten internationalen Aufgabe der Knoten. Zwei Treffer erzielte der WM-Torschützenkönig in Mainz selbst, zwei legte er für Aaron Hunt auf.
Sogar die Mainzer, die nach der höchsten Niederlage in der dreijährigen Bundesliga-Zugehörigkeit auf einen Abstiegsplatz rutschten, lobten Werder. „Das war Fußball wie von einem anderen Stern“, sagte Manager Christian Heidel. „Es macht Spaß, ihnen zuzugucken, es sei denn, man ist der Gegner“, befand Trainer Jürgen Klopp.
