Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Fußball Münchner meiden das M-Wort

Thomas Niklaus

MARSEILLE - Bei Jakobsmuscheln und Wolfsbarsch war nicht nur der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in Champagner-Laune. Nach dem souveränen 2:0-Sieg des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Olympique Marseille ist das Giganten-Duell mit Real Madrid zwar nur noch Formsache, über das Halbfinale gegen die „Königlichen“ wollte beim Mitternachtsbankett im noblen Pullmann-Palm-Beach-Hotel aber dennoch niemand reden.

Heynckes einst bei Real

„Wir haben noch 90 Minuten gegen Marseille vor uns. Da ist es viel zu früh, schon jetzt über das Halbfinale und Madrid zu sprechen. Das hat nichts mit Zweifeln zu tun, sondern mit Respekt für den Gegner. Zu einem Viertelfinale gehören immer noch zwei Spiele, dann wird abgerechnet“, sagte Trainer Jupp Heynckes vor dem Rückspiel gegen Olympique am kommenden Dienstag (20.45 Uhr/Sat 1). Damit wiegelte er alle Nachfragen zu seinem Ex-Club Real, mit dem er 1998 die Königsklasse gewonnen hatte, mit Bestimmtheit ab.

Dass es bei Erreichen der Vorschlussrunde zum Duell mit den Spaniern kommen könnte, hatte die jüngste Auslosung ergeben. Dabei war festgelegt worden, dass der Sieger der Partie Marseille - München im Halbfinale auf den Sieger des Duells Nikosia - Madrid trifft. Das Hinspiel auf Zypern hatte Real mit 3:0 gewonnen.

Auch die Bayern-Stars waren trotz der komfortablen Ausgangslage nicht gewillt, sich schon jetzt mit Real zu beschäftigen. „Das wäre ein Fehler. Wir dürfen nicht an Madrid denken“, sagte Rückkehrer Franck Ribéry, dem die Fans von „OM“ im Stade Vélodrome einen ausgesprochen unfreundlichen Empfang bereitet hatten.

Dass das 2:0 gegen Marseille aber „keine spielerische Glanzleistung war“, entging auch Sportdirektor Christian Nerlinger nicht. Mario Gomez (44.) mit seinem elften Tor im laufenden Wettbewerb und Arjen Robben (69.) übertünchten einen äußerst farblosen Auftritt der Bayern.

Zu bemängeln hatte Heynckes ebenfalls etwas, nämlich die Summe von fünf Gelben Karten gegen sein Team. Dabei kommt gerade die Verwarnung für den wiedergenesenen Bastian Schweinsteiger den Bayern eher gelegen, da der Nationalspieler nun zwar gegen Marseille gesperrt ist, im Halbfinale aber dabei sein könnte.

Dennoch war Heynckes bemüht, glaubhaft zu versichern, „dass dies völlig unnötig war“ – gemeint war das Foul seines Mittelfeldspielers in der 82. Minute. Schweinsteiger sei gerade erst von einer Verletzung genesen, „er braucht Spielpraxis“.

Wirbel um Gelbe Karte

Auch Schweinsteiger selbst „ärgerte“ sich angeblich über die dritte Verwarnung im laufenden Wettbewerb und die daraus resultierende Sperre. Nach wochenlanger Verletzungspause und nur zwei Kurzeinsätzen seit Anfang Februar wäre es „gut gewesen, zu spielen“.

Immerhin konnte der Mittelfeldchef der Münchner nach seiner Einwechslung in der 70. Minute vermelden, „dass ich ein sehr gutes Gefühl und keine Schmerzen habe. Ich bin zwar noch nicht bei 100 Prozent, aber es ist wieder alles okay“, sagte er, wollte seine Rolle beim FC Bayern aber auch nicht überbewertet wissen: „Die Mannschaft funktioniert auch ohne mich. Das ist das Entscheidende.“

Dem TV-Sender Sat 1 brachte die Übertragung der Partie aus Marseille gute Quoten. Im Schnitt sahen 7,66 Millionen Zuschauer das Spiel, das entspricht einem Marktanteil von 24,9 Prozent.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Mit zurzeit 51 Rudeln, vier Paaren und drei Einzelwölfen gilt Niedersachsen als Wolfsland. Die Gerichte haben hohe Hürden für einen Abschuss von Problemwölfen aufgebaut.

GERICHT ERHÖHT HÜRDEN Darum werden derzeit keine Problemwölfe in Niedersachsen getötet

Stefan Idel Büro Hannover
Lüneburg
Führungswechsel bei der GSG Oldenburg, Daniel Jirzik wird neuer Geschäftsführer der GSG (v.l): Michael Thanheiser, OB Jürgen Krogmann, Daniel Jircik, Stefan Könner

FORMALER FEHLER BEI FÖRDERMITTELN Neuer GSG-Geschäftsführer in Stendal fristlos entlassen

Thomas Husmann
Oldenburg
Kommentar
Einweihung der Fahrradstraße mit prominenten Gästen (von rechts vorn): Zwischenahns Bürgermeister Henning Dierks, CDU-Landtagsabgeordneter Jens Nacke, Olaf Lies, Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, die Ammerländer Landrätin Karin Harms und SPD-Landtagsabgeordneter Björn Meyer Ende April.

FÖRDERUNG DES FAHRRADVERKEHRS Entwicklungsland Deutschland

Michael Sommer
So sieht einer der zehn neuen Operationssäle im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg aus.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS OLDENBURG Mehr Operationen, Jobs und Patienten – EV nimmt zehn neue Operationssäle in Betrieb

Anja Biewald
Oldenburg
Spannender Lesestoff auf über 50 Seiten: Die erste Ausgabe des neuen Magazins „Tatort Nordwesten“ ist ab sofort erhältlich. Als ePaper kostet das Magazin 5,90 Euro.

TRUE-CRIME-HEFT „Tatort Nordwesten“ als Magazin in Geschäftsstellen und Shop erhältlich

Nicolas Reimer
Im Nordwesten