Meppen - Riesen-Jubel im Emsland: Der SV Meppen kehrt nach 17 Jahren in die Drittklassigkeit zurück und spielt damit in der kommenden Saison wieder im Profifußball. Am Mittwochabend setzte sich der Meister der Regionalliga Nord in einem am Dramatik nicht zu überbietenden Rückspiel der Aufstiegs-Relegation gegen Waldhof Mannheim mit 4:3 nach Elfmeterschießen durch. In den 120 Minuten zuvor war wie schon im Hinspiel kein Tor gefallen.
Zur tragischen Figur wurde Mannheims Sebastian Gärtner, der den letzten Elfmeter für den Vizemeister der Südwest-Staffel an den Pfosten setzte. Schon im vergangenen Jahr war Mannheim in den Playoffs gescheitert.
Meppen, das von 1987 bis 1998 elf Jahre in der 2. Bundesliga gespielt hatte und zeitweise bis in die Fünftklassigkeit abgerutscht war, belohnte sich dagegen für eine überragende Saison in der Nord-Staffel. Die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart war mit 13 Punkten Vorsprung vor dem Zweiten Weiche Flensburg Meister geworden.
„Ich bin total alle, stolz, froh und glücklich. Am Ende war auch ein wenig Glück dabei“, sagte Neidhart, der sich mit seiner Mannschaft in der kommenden Drittliga-Saison auf Duelle mit dem VfL Osnabrück oder den Sportfreunden Lotte freuen kann.
13 815 Zuschauer im ausverkauften Meppener Stadion hatte eine hochspannende Begegnung gesehen, die fußballerisch allerdings auf mäßigem Niveau stand. Mannheim war lange die aktivere Mannschaft, in der Verlängerung bestimmte Meppen aber die Partie und hätte durch Marcel Gebers fast das erlösende 1:0 erzielt (115. Minute).
So musste die Entscheidung über den Drittliga-Aufstieg im Elfmeterschießen fallen.
