Meppen - Das Überraschungsteam SV Meppen hat den 3:2-Sieg gegen den Chemnitzer FC seinem Trainer Christian Neidhart gewidmet. „Wir haben heute sicherlich auch für unseren Trainer gespielt und können stolz auf uns sein“, sagte Abwehrspieler Marcel Gebers nach dem siebten Saisonsieg im 15. Spiel der 3. Fußball-Liga. Neidhart hatte am Donnerstag die Nachricht vom Tod seines Vaters erhalten.

Mit 24 Punkten behaupten sich die Emsländer weiter in der oberen Tabellenhälfte. Überragender Akteur bei den Meppenern war Stürmer Benjamin Girth. Er traf vor 6235 Zuschauern in der 56., 62. und 88. Minute und hat nunmehr zehn Saisontore zu Buche stehen. Für die Chemnitzer waren Björn Kluft (1.) und Myroslaw Slawow (65.) erfolgreich.

Deutlich unbefriedigender verläuft die Saison weiter für den Meppener Ligarivalen VfL Osnabrück. Das Team von Interimstrainer Daniel Thioune verlor deutlich mit 0:3 beim Spitzenreiter SC Paderborn und bleibt auf einem Abstiegsplatz. „Unser Ziel war es, Paderborn auf Augenhöhe zu begegnen. Das haben wir nicht geschafft“, bilanzierte Thioune. Dennoch soll schon bald alles besser werden. „Ich bin aber zuversichtlich, in den kommenden Wochen einen anderen VfL, einen besseren VfL zu sehen“, sagte Thioune.

Nur noch knapp über den Abstiegsrängen liegt Werder Bremen II. Das Comeback von Mirko Votava (61) als Coach ging bei der 0:5-Heimniederlage am Freitagabend gegen Sonnenhof Großaspach gründlich daneben. Da der eigentliche Coach Florian Kohfeldt aktuell die Werder-Profis interimsmäßig betreut, hatte der frühere Nationalspieler Votava die zweite Mannschaft übernommen. Bei Werder war er jahrelang für die A-Junioren verantwortlich gewesen.