Oldenburg - Auf eine Trotzreaktion nach dem Motto „Jetzt erst recht“ hofft Dietmar Hirsch als Trainer des VfB Oldenburg, wenn seine Fußballer an diesem Freitag (19.30 Uhr, Stadion Friesoyther Straße) zum Derby beim BV Cloppenburg antreten. Gelingt dem Meisteraspiranten eine Woche nach der bitteren 1:2-Heimpleite im Spitzenspiel gegen Wolfsburgs U 23 eine ähnlich eindrucksvolle Antwort wie auf den Osterfrust vor zwei Wochen gegen Schlusslicht Schilksee (7:0), droht dem auf dem vorletzten Platz liegenden BVC bei seiner Regionalliga-Abschiedstour Ungemach.

„Wir haben keine Wut im Bauch – das wäre der falsche Ratgeber“, sagt Hirsch und hat wie schon direkt nach dem Spiel gegen Wolfsburgs U 23 in der Kabine auch unter der Woche im Training versucht, den Frust seiner Spieler in positive Energie für den Endspurt im Meisterrennen umzuwandeln. „Wir müssen den Gegner, egal wie er heißt, in Grund und Boden rennen – das muss eine Vollgasveranstaltung werden“, fordert Hirsch und setzt darauf, dass es seine Spieler den Wolfsburgern, die sich am vergangenen Sonntag nicht unbedingt Freunde in Oldenburg gemacht hatten, nun erst recht zeigen wollen. „Das Motto muss sein: Die steigen nicht auf“, erklärt der Coach und misst allen Personalsorgen keine größere Bedeutung bei.

Neben den verletzten Moritz Steidten und Kevin Samide fehlen Karlis Plendiskis (trainiert, ist aber noch nicht einsatzbereit) sowie Torjäger Kifuta Kiala Makangu nach seiner Roten und Innenverteidiger Dominic Volkmer nach seiner fünften Gelben Karte. Abwehrchef Franko Uzelac (Jochbeinbruch im Spitzenspiel) soll dagegen mit einer Maske auflaufen.

Wir wissen, dass uns Wolfsburg im Nacken sitzt“, sagt Uzelac mit Blick darauf, dass er und seine Kollegen, einen Sieg im Nachholspiel gegen Hildesheim am Dienstag (18.15 Uhr, Marschwegstadion) vorausgesetzt, weiter die Gejagten sind: „Gewinnen wir alles, können sich die Wolfsburger strecken wie sie wollen – wir werden Meister.“