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NWZonline.de Sport Fußball

GEBURTSTAG: Mit Werder gelingt „Manni“ größter Erfolg

22.12.2009

ESSEN Es gibt eine Sache, die Manfred Burgsmüller seiner Mutter auch 19 Jahre nach dem Ende seiner Fußballer-Karriere vorwirft. „Sie hat mich zu früh geboren“, sagt „Manni“ augenzwinkernd. „Das große Geld wurde im Fußball erst später verdient.“ Zu früh geboren, dafür umso länger geblieben: Der bis heute älteste Offensivspieler der Bundesliga-Geschichte feiert an diesem Dienstag seinen 60. Geburtstag.

Otto Rehhagel holte Burgsmüller im Alter von 36 Jahren vom Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen zu Werder Bremen. Dort feierte er seinen einzigen Titel. Mit Werder wurde er 1988 deutscher Meister. Im Alter von vierzigeinhalb Jahren stand Burgsmüller immer noch für Bremen auf dem Platz. Nur Abwehrspieler Klaus Fichtel (43), die Torhüter Uli Stein (42) und Harald Schumacher (42) sowie Defensiv-Spezialist Mirko Votava (40) und die Keeper Bernd Dreher (40) und Claus Reitmaier (40) waren bei ihrem letzten Einsatz älter.

1990 beendete Burgsmüller, der jetzt im Sportmarketing tätig ist, nach der DFB-Pokal-Niederlage mit Werder gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:3) seine Karriere. Im Endspiel traf er noch einmal.

Eine „Bauchentscheidung“ führte Burgsmüller 1996 auf das Spielfeld zurück – allerdings zum American Football. Bis 2002 holte „Manni“ mit Düsseldorf Rhein Fire in der NFL Europe als Kicker zwei Titel. Als Burgsmüller mit 52 Jahren seine zweite Karriere beendete, ging der älteste aktive Football-Spieler der Welt „in Rente“.

Der Profi-Sport ist nicht spurlos an dem Vater von drei Töchtern vorbeigegangen. „Ich habe schmerzhafte Arthrose in den Füßen“, sagt er. Hinzu kommen Knöchelprobleme, die er seit dem Spiel mit Essen beim FC Bayern (1:5) im November 1975 hat.

Nur einmal wurde Burgsmüller vom Platz gestellt. Dies passierte ihm in der B-Nationalmannschaft. Nach drei Fouls habe ich einem Verteidiger den Hintern entgegen gestreckt. Ich wurde vom Schiedsrichter sofort unter die Dusche geschickt.“

In der A-Nationalmannschaft konnte der Stürmer sich nie durchsetzen. Insgesamt kam er auf drei Einsätze. 1978 nahm ihn Bundestrainer Helmut Schön nicht mit zur WM in Argentinien, weil er den 28-Jährigen für zu alt hielt. „Den Spielertyp, den ich verkörpert habe, gab es Ende der 70er noch gar nicht. In das System von Schön habe ich nicht gepasst. Heute werden genau solche Spielertypen gesucht“, sagt Burgsmüller – er wurde eben zu früh geboren.

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