MöNCHENGLADBACH - MÖNCHENGLADBACH/DPA - Der VfL Bochum taumelt seinem fünften Abstieg aus der Fußball-Bundesliga entgegen. Das 2:2 (0:1) bei Borussia Mönchengladbach war für den Tabellenvorletzten zu wenig im Kampf um den Klassenverbleib. Doch auch die Gladbacher müssen nach dem Remis weiter zittern.

Das Team von Trainer Dick Advocaat hatte nach Toren von Peer Kluge (30.) und des erst 19-jährigen Marcell Jansen (52.) wie der sichere Sieger ausgesehen. Die Bochumer steigerten sich in den letzten 25 Minuten. Ihre Aufholjagd wurde durch den Treffer von VfL-Stürmer Vratislav Lokvenc (70.) und das Eigentor des Gladbachers Marcelo Pletsch (90.) in letzter Minute noch belohnt.

„Die Mannschaft hat große Moral gezeigt. Wenn es einen Sieger gibt, dann ist das aus psychologischer Sicht der VfL Bochum“, meinte VfL-Trainer Peter Neururer. „Der Punkt war verdient, weil die Mannschaft den absoluten Willen gezeigt hat.“ Dennoch haben die Bochumer noch immer fünf Punkte Rückstand auf den rettenden 15. Tabellenplatz, den der 1. FC Nürnberg (28) einnimmt.

Die lange Zeit klar besseren Gladbacher rückten durch das Unentschieden mit 30 Zählern auf den 14. Platz vor, stecken aber noch immer mitten im Abstiegskampf. „Wenn man 2:0 führt, muss man das nach Hause bringen. Das ist enttäuschend“, klagte Trainer Advocaat.

Die Gastgeber begannen vor 49 451 Zuschauern äußerst nervös. Die Bochumer bestimmten zunächst die Partie, ohne sich aber klare Möglichkeiten herauszuspielen. Am Ende aber hatte der VfL noch das Glück des Tüchtigen, als Sekunden vor dem Abpfiff der Gladbacher Pletsch einen Schuss des Bochumers Martin Meichelbeck ins eigene Netz abfälschte.