MöNCHENGLADBACH - MÖNCHENGLADBACH/DPA/SID - Borussia Mönchengladbach ist vor dem zweiten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga nach 1999 kaum noch zu retten. Durch ein Tor in der 90. Minute von Paolo Guerrero setzte sich der Hamburger SV am Freitagabend glücklich mit 1:0 (0:0) beim Tabellen- Schlusslicht durch, das vor den letzten fünf Saison-Spielen nun nur noch sehr geringe Chancen auf die Rettung hat. Dagegen entführten die Hamburger dank des Joker-Tores ihres erst Sekunden vorher eingewechselten Stürmers Guerrero vor 54 067 Zuschauern im erstmals in dieser Saison ausverkauften Borussia-Park drei Zähler im Abstiegskampf und verbesserten sich auf Platz sieben.
„Der Glückliche gewinnt, schade für Gladbach. Aber wird sind froh, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben. Paolo hat das natürlich super gemacht“, sagte HSV-Coach Huub Stevens. Dagegen bemühte Gladbachs Nationalspieler Oliver Neuville Durchhalteparolen: „Es wird jetzt ganz, ganz schwer. Wir müssen nun die letzten fünf Spiele alle gewinnen.“
Im 80. Bundesliga-Duell mit den Hamburgern wollten die seit bereits sieben Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz stehenden Gladbacher ihre allerletzte Chance mit drei „Neuen“ nutzen. Neben Mike Kluge und Michael Delura kam überraschend auch Manndecker Bo Svensson an Stelle des zuletzt indisponierten Zé Antonio zum Zuge, der nach 61 Partien in Serie den Anpfiff mal wieder von der Seitenlinie aus erlebte. Beim HSV hatte Stevens nach der 2:4-Heimschlappe gegen den VfB Stuttgart sogar gleich fünf Umstellungen vorgenommen. Völlig unerwartet erhielt dabei der Albaner Besart Berisha den Vorzug vor dem auf der Bank schmorenden Nationalspieler Piotr Trochowski.
In einer niveauarmen Begegnung hatten die Borussen zwar mehr vom Spiel, doch dem angriffsschwächsten Team der Liga mangelte es an Durchschlagskraft. Beste Spieler bei den Borussen waren Marcell Jansen sowie trotz seiner für viele Fans überraschenden frühen Auswechslung in der 65. Minute der Argentinier Insua. Der HSV hatte seine stärksten Akteure in David Jarolim und ansatzweise Rafael van der Vaart.
