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Fußball Kölner lassen Köpfe hängen

Morten Ritter

MöNCHENGLADBACH - Frank Schaefer stand wie versteinert vor seiner Trainerbank, die Spieler schlichen mit hängenden Köpfen vom Platz, und während die eigenen Anhänger pfiffen, gab es von den gegnerischen Fans nur Hohn und Spott. Nach der neuerlichen Pleite im rheinischen Derby bei Borussia Mönchengladbach droht dem 1. FC Köln der fünfte Abstieg aus der Fußball-Bundesliga.

Sechs Spiele kein Sieg

„Ungünstiger hätte es für uns nicht laufen können. Dennoch nehme ich positive Ansätze aus dem Spiel mit“, versuchte Interimscoach Schaefer der 0:3 (0:1)-Niederlage Positives abzugewinnen. „Jetzt müssen wir uns wohl auf die Relegationsspiele gegen Düsseldorf einstellen“, meinte dagegen FC-Profi Christian Eichner ernüchtert.

Nach sechs Spielen ohne Sieg und mit vier Punkten Rückstand auf Rang 15 droht den Kölnern bei einem schweren Restprogramm aber sogar der direkte Abstieg. Gegen eine stark aufspielende Gladbacher Mannschaft mussten die Gäste schon nach 19 Minuten das erste Gegentor durch einen Freistoß von Juan Arango hinnehmen. „Danach sind wir aber noch mal ins Spiel gekommen, und die Mannschaft hat keine Auflösungserscheinungen gezeigt“, befand Schaefer.

So richtig hielten die Gäste aber nur zu Beginn kämpferisch dagegen und überließen den zuvor viermal sieglosen Borussen mit zunehmender Spieldauer die Kontrolle. Der Doppelschlag von Tony Jantschke (53.) und Marco Reus (55.) brach den Kölnern dann endgültig das Genick. „Da war es natürlich schwierig zurückzukommen“, sagte Schaefer.

Der Kölner Coach, der das Team erst am Freitag übernommen hatte, löste sein Versprechen ein, bei Null anzufangen. So rückten die zuletzt suspendierten Spieler Milivoje Novakovic und Slawomir Peszko wieder ins Team, und auch der angeschlagene Lukas Podolski half mit. „Der Trainer lebt uns Zuversicht und Optimismus vor. Diesen Weg müssen wir mitgehen“, sagte Linksverteidiger Eichner.

Derby nicht ausverkauft

Allerdings war Gladbach an diesem Tag zu stark für die überforderten Gäste. Folgerichtig gelang den Borussen der vierte Derbysieg in Folge und bauten die Bilanz auf 15:1 Tore aus. Vor 52 990 Zuschauern im nicht ausverkauften Borussia-Park war die Stimmung anders als bei früheren Derbys – keine Hasstiraden, dafür Hohn und Spott für die Gäste: Minutenlang „feierten“ die Gladbacher Fans sogar Podolski. Ums Spiel herum blieb es ruhig, das Derby verlief laut Polizei „problemlos“. 1000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz.

Gladbach hatte, angetrieben von Nationalspieler Reus, mehr vom Spiel, war aktiver und zeigte einzig in der Chancenverwertung Schwächen. Die Elf von Trainer Lucien Favre blickt nun bei einem Punkt Rückstand auf Schalke 04 sogar wieder auf die direkte Champions-League-Qualifikation. „Wir müssen um den dritten Platz kämpfen“, sagte Innenverteidiger Roel Brouwers.

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