Mönchengladbach - Marco Rose nahm einen Schluck aus der Wasserflasche, dann ließ er die Katze aus dem Sack. „Im Sommer suche ich eine neue Herausforderung – und die heißt Borussia Mönchengladbach. Ich bin froh, dass es raus ist“, sagte der Trainer von RB Salzburg, der seit Wochen mit zahlreichen Clubs in Verbindung gebracht worden war. Das Rennen machte nun die Borussia. Am Niederrhein wird der 42-Jährige Dieter Hecking ablösen, der den Club vorzeitig verlassen muss.
„Es gab nicht nur eine Anfrage, sondern ein paar mehr“, sagte Rose, der für drei Jahre bis 30. Juni 2022 unterschrieb. Vor allem Schalke 04 und der VfL Wolfsburg waren immer wieder als Interessenten genannt worden, doch am Ende gab er dem Werben von Max Eberl nach. Beide hatten sich 2018 kennengelernt, in der Länderspielpause habe es die erste ernsthafte Anfrage gegeben. „Borussia ist ein toller Verein mit großer Geschichte, großen Ambitionen und einer großen Fankultur. Das sind alles Dinge, die mich gereizt haben“, sagte Rose.
Mit Rose hat Eberl den wichtigsten Baustein für seine Neuausrichtung des Vereins somit geholt. Fertig ist er aber noch lange nicht. Noch immer geistert der Name Rouven Schröder durch den Borussia-Park. Der jetzige Sportvorstand von Mainz 05 könnte Eberl entlasten. Zudem wartet auf Eberl – und Rose – nun die Kaderplanung, alleine Thorgan Hazard dürfte eine dicke Summe in die Kassen spülen.
